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    SCHWEINFURT

    Mein Wochenende: Den Schweinfurter gibt es nicht mehr

    Der Höhepunkt ist erreicht. Allenthalben wird gefeiert. Ob Kirchweih- oder sonst ein Sommerfest, auf dem Grill brutzeln immer und überall Schweinesteaks und Bratwürste. Die Spitze der Vielfalt ist erreicht, sollten zudem Schmalzbrot sowie Rettich und belegte Laugenstangen im Angebot sein. Vorbei sind die Zeiten, in denen es auch Haxe, Ente, Schäufele, Mostbraten oder Saure Wurst gab.

    Lang ist es her, als bei der damals noch gefeierten Eisenbahner-Kirchweih mit den „Fränkischen Kirchweih-Spezialitäten“ Gyros samt Zaziki und Pizza der Gipfel der Innovationen erklommen war.

    Nur ein Zwischenspiel lieferte der niemals legendär gewordene „Schweinfurter“ – die Kreation eines ehemaligen Bahnhofwirts. Der „Haxi“ hatte statt Rinderbrät schweinisches Hackepeter gebraten und in Schwarzbrotbrötchen gesteckt und mit Zwiebeln, Salat und Ketchup garniert. Bei der Präsentation herrschte regelrechter Medienrummel im Rathaus. Anschließend durfte, sollte oder musste OB Gudrun Grieser am Rückert-Denkmal genüsslich ins Schweinische beißen, wo den Fotografen das richtige Bid nicht beim ersten oder zweiten Versucherle, sondern erst beim zweiten „Schweinfurter“ gelang.

    Der Schweinfurter blieb nur Wochen auf den Speisekarten. Weit langlebiger war zumindest an der Saale der „Hammelburger“. Den gab es nach der Lebensmittelkontrolle in einer Imbissstube am dortigen Marktplatz. Nachdem Semmelmehl im Hamburger gefunden worden war, was in einen solchen nicht gehört, hatte der Inhaber zur Kreide gegriffen und statt Hamburger Hammelburger auf das Schild vor dem Laden geschrieben.

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