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    Schweinfurt

    Menschen mit Behinderung bestimmen selbst

    Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich, über ihr Leben selbst zu bestimmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie bestimmen zum Beispiel darüber, wo und mit wem sie wohnen, wo sie arbeiten und wie sie ihre Freizeit verbringen. Für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung treffen diese Entscheidungen oft andere. Dass aber auch Menschen mit Behinderung zuallererst selbst über ihr Leben bestimmten wollen und können, ist ein für viele noch immer ungewohnter Gedanke. Am Montag, 21. Oktober, lädt die Lebenshilfe Schweinfurt daher von 18 bis 20 Uhr zu einem Vortragsabend mit dem Titel „Sich selbst vertreten? – Na klar!“ in die Schweinfurter Rathausdiele, Markt 1, ein.

    Dort zu Gast sind unter anderem Barbara Dengler, Referentin bei der Lebenshilfe Bayern, und Paul Moser, Mitglied im Ausschuss der Selbstvertreter der Lebenshilfe Bayern. Zusammen erläutern sie, warum es selbstverständlich sein sollte, dass auch Menschen mit Behinderung ihre Interessen in allen Lebensbereichen selbst vertreten. Werkstatträte, Bewohnerbeiräte und Frauenbeauftragte aus verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe Schweinfurt stellen vor, wie sie sich im Berufsleben oder beim Wohnen für ihre Interessen einsetzen. Zudem sind die Mitglieder einer kürzlich gegründeten, Schweinfurter Selbstvertretergruppe für Menschen mit Behinderung und einige Peer-Unterstützer aus der Lebenshilfe Schweinfurt zu Gast. Die Peer-Unterstützer beraten andere Menschen mit geistiger Beeinträchtigung zu ganz unterschiedlichen Lebensbereichen, zum Beispiel zu Fragen rund um Partnerschaft, Arbeit oder zum Auszug aus dem Elternhaus. Ein kurzes Theaterstück und eine Fotoschau runden den Abend ab.

    Mit dem Vortragsabend geht die Vortragsreihe „Leben in der Gemeinde“ in die fünfte Runde. Ziel der 2013 von den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Schweinfurt gestarteten Reihe ist es, in regelmäßigen Abständen eine Zwischenbilanz zu geben, wo man auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft steht. Der Vortragsabend ist kostenlos.

    Um Anmeldung unter Telefon 09721 64645-380 oder per E-Mail unter offene-hilfen@lh-sw.de wird gebeten.

    Bearbeitet von Helmut Hickel

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