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    Gernach

    Millioneninvestition in den Kindergarten

    "Glocken" - sie waren immer wieder Thema beim Pfarrfamilienabend in Gernach. So hatte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats in Gernach, Karin Johe Nickel, die Glocke der Ministranten mitgebracht, um damit um Aufmerksamkeit zu bitten. Neben ihr die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Unterspiesheim, Inge Henkel, und von Oberspiesheim, Heidi Reisner. Foto: Erhard Scholl

    Vertreter aus den drei Gemeinden stellten beim Pfarrfamilienabend der Pfarreiengemeinschaft Unterspiesheim, Oberspiesheim und Gernach die wichtigsten Aktivitäten des vergangenen Jahres vor. Waldemar Gottscholl, Kirchenpfleger der St. Bartholomäus-Kirchenstiftung stellte die erneut notwendige Sanierung des Dachraums der Kirche vor: Im Winter war Schnee in den Dachraum der Kirche eingedrungen, die notwendigen Reparaturmaßnahmen belaufen sich auf rund 15 000 Euro. Er dankte für den Zuschuss der Gemeinde und des Denkmalschutzes, die Diözese leistet aufgrund des neu erlassenen Baustopps keinen Zuschuss. Die Restaurierung des Glockenstuhls für die vierte Glocke, die wegen des bedenklichen Zustandes der Aufhängung und des Glockenstuhls nicht geläutet werden konnte, beläuft sich auf 8400 Euro.

    Die Vorsitzende des Caritasverbandes Unterspiesheim, Martina Kerler, stellte den aktuellen Stand der Planungen für den Neubau des Kindergartens in Unterspiesheim vor: Aufgrund der großen Kinderzahl ist ein zweiter Bau im Anschluss an den Friedhof geplant. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa drei Millionen Euro. Die Diözese steuert Zuschüsse in Höhe von 20 Prozent der Baukosten bei - dieses Projekt war vor dem Erlass des Baustopps schon genehmigt. Auch die Gemeinde bezuschusst den Bau.

    Die weiteren Planungen verzögern sich, da die Regierung die Pläne noch abschließend begutachten muss. Es liegt aber eine Zusage vor, dass man weiter planen kann, ohne dass die Zuschüsse gefährdet sind. Die Erschließung des Baugeländes steht auch noch aus. Mit der Schreinerei Schilling könne man sich aber schon Gedanken über die konkrete Innenausstattung des Gebäudes machen, das für die unter dreijährigen Kinder gedacht ist.

    Wilfried Kerler berichtete über die Überlegungen im Dekanatsrat zur pastoralen Zukunft der Seelsorge. Es gibt ja schon die Zusammenarbeit über die jeweiligen Pfarrverbände hinaus für Tauf-, Firm- und Ehevorbereitung. Man sei im Schweinfurter Raum abgekommen von den ursprünglich geplanten Großpfarreien, sehe die Zukunft eher in einer verstärkten Kooperation der schon bestehenden Pfarrverbände. Dieses Modell werde vom Bischof "wohlwollend gesehen".

    Kirchenpfleger Michael Werner von der Kirchenstiftung St. Aegidius stellte die aktuelle bauliche Situation rund um die Gernacher Kirche vor. Die Steinmetzarbeiten im Zuge der Außenrenovierung seien beendet, der Sachverständige Petro Schiller habe sie abgenommen. Die weiteren Arbeiten der Außenrenovierung habe man gestoppt, nachdem man erhebliche Schäden der Dächer, vor allem des Turm, aber auch am Langschiff festgestellt habe. Die veranschlagten Renovierungkosten belaufen sich auf etwa 200 000 Euro. Die Gemeinde habe einen Zuschuss von einem Drittel der Renovierungskosten in Aussicht gestellt; ob und in welcher Höhe die Diözese einen Zuschuss gewähre, sei noch offen.

    Den Schindeln am Turmdach geben Experten noch eine maximale Lebensdauer von fünf Jahren, die Dachziegel könnten noch 10 Jahre aushalten. Wenn Feuchtigkeit in die Stuckdecke des Kirchenschiffes eindringe, sei dieses höchst gefährdet. Auf Nachfrage stellte Michael Werner die Finanzsituation rund um die schon in Angriff genommenen Renovierungen detailliert dar: Für die Außenrenovierung der Kirche seien 325 000 Euro eingeplant. Davon übernimmt die Diözese 90 000 Euro, die Gemeinde etwa 110 000 Euro, bleiben noch etwa 125 000 Euro, die die Kirchenstiftung tragen muss.

    Für die Erneuerung von Glockenstuhl und den Guß der drei neuen Glocken seien 85  000 Euro angesetzt, bisher seien 55 000 Euro an Spenden von Privatpersonen und Vereinen eingegangen, und Zusagen für zinslose Darlehen in Höhe von 20 000 Euro, sodass das Projekt "Glocken" weitgehend finanziert ist.

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