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    BERGRHEINFELD

    Mit Drehleiter aus dem 6. Stock gerettet

    In der Trage auf dem Korb wird der nicht gehfähige Verletzte gerettet. Foto: Horst Fröhling

    In der Bergrheinfelder Sankt Georgenstraße ist das „Urbana-Hochhaus“ das markante Bauwerk aus den frühen 1970er-Jahren. Dies war das Objekt der Herbstübung der Bergrheinfelder Feuerwehr, unterstützt von den Wehren aus Garstadt und Werneck. In deren Mittelpunkt stand die Menschenrettung.

    Aus den Fenstern des Hochhauses dringt Rauch, Personen rufen von einem Balkon im sechsten Stock um Hilfe. Die Feuerwehrleute aus Bergrheinfeld rüsten sich mit schwerem Atemschutz aus, Beleuchtung wird aufgebaut, Schläuche werden verlegt. Um die Wasserversorgung kümmert sich die Feuerwehr Garstadt.

    Mit der Drehleiter der eintreffenden Wernecker Feuerwehr wird die Personenrettung in Angriff genommen. Die erste Lagemeldung am Einsatzort besagt: Brand im Keller, der Rauch zieht über den Aufzugschacht nach oben, Menschen werden vermisst.

    Der erste Atemschutztrupp dringt in das Gebäude ein, weitere folgen. Inzwischen steht die Drehleiter der Feuerwehr Werneck, besetzt mit Johanna Riegler im Korb, die den Balkon im sechsten Stock ansteuert. Parallel laufen die Personensuche im Keller und der Aufbau der Wasserversorgung im Gebäude.

    Aus dem brennenden und verrauchten Kellerabteil haben die Atemschutzgeräteträger nach knapp 15 Minuten sechs Personen gerettet. Vier Personen werden von zwei anderen Trupps aus einer Wohnung im sechsten Stock über das Treppenhaus ins Freie gebracht. Die Atemschutztrupps im Inneren des Gebäudes leisten hier Schweiß treibende Schwerstarbeit, löschen zusätzlich zur Menschenrettung noch das Feuer.

    In der Zwischenzeit hat der Korb der Drehleiter den Balkon erreicht. Zwei weitere Feuerwehrleute steigen über den Leiterpark nach oben. Dort übernimmt jeder je eine gehfähige Person und begleitet diese über die Leiter nach unten. Vorher hatten sie die nicht gehfähige Person auf die Schleiftrage, die auf dem Korb befestigt ist, gelegt und gesichert. Dann fährt der Korb nach unten, alle vermissten Personen sich nach rund 15 Minuten in Sicherheit.

    „Hauptzweck dieser Übung war die Örtlichkeit des Hochhauses kennenzulernen, beispielsweise die Steigleitung im Treppenhaus auszuprobieren“, so Matthias Endres, Kommandant der Bergrheinfelder Feuerwehr. Das Brandobjekt sei im Keller gewesen, die Brandausbreitung wegen der Kaminwirkung über den Aufzugschacht realistisch. Insgesamt seien 13 Personen gerettet worden.

    Zweiter Bürgermeister Dieter Wagner zeigte sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren sei sehr wichtig, betonte er. Dass diese sehr harmonisch ablief, habe die Übung gezeigt. Er dankte allen Beteiligen für das große Engagement. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen im Einsatz.

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