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    Wülfershausen

    Mit Fußball Wülfershausen bekannt gemacht

    Mit der Gründung einer Jugendmannschaft in der Saison 1962/63 legte die DJK Wülfershausen den Grundstein für den sportlichen Aufstieg seiner Fußballer, der bis in die Landesliga führte. Spieler der ersten Stunde waren (Hintere Reihe von links): Günter Drenkard, Anton Störlein, Karl-Heinz Maldet, Elmar Weth, Egon Göbel; 

Mittlere Reihe: Reinhold Weidner, Roland Heil, Edgar Prozeller;

Vorne: Alois Mützel, Winfried Lummel und Rainer Vollmuth.
    Mit der Gründung einer Jugendmannschaft in der Saison 1962/63 legte die DJK Wülfershausen den Grundstein für den sportlichen Aufstieg seiner Fußballer, der bis in die Landesliga führte. Spieler der ersten Stunde waren (Hintere Reihe von links): Günter Drenkard, Anton Störlein, Karl-Heinz Maldet, Elmar Weth, Egon Göbel; Mittlere Reihe: Reinhold Weidner, Roland Heil, Edgar Prozeller; Vorne: Alois Mützel, Winfried Lummel und Rainer Vollmuth. Foto: Archiv Elmar Heil

    Als sich vor 90 Jahren die DJK Wülfershausen gründete, konnte keiner ahnen, dass diese, damals noch verpönte Sportart, Wülfershausen einmal bayernweit in die Schlagzeilen bringen würde. Was sich nämlich in den 1960er- und 70er-Jahren in dem 500-Seelenort abspielte, war nicht alltäglich.

    Der Grundstein für den fußballerischen Aufstieg sollte 1962 mit der Gründung einer Jugendmannschaft durch "Vati" Leo Weithmann gelegt werden. Ihr gelang sieben Mal in Folge die Meisterschaft und lieferte fortan zahlreiche Spieler für die erste Mannschaft. Die errang 1968/69 die Meisterschaft in der B-Klasse, heute Kreisklasse, und schaffte binnen fünf Jahren den Durchmarsch über die A-Klasse, heute Kreisliga, und Bezirksliga in die Landesliga-Nord.

    Dort hatten es die "Vollblut-Amateure" – lediglich bei Auswärtsspielen gab es ein Fünf-Mark-Verzehrgeld – zwei Saisons mit Vereinen wie Hof, Bamberg, Bayreuth oder Helmbrechts zu tun. Nur drei unterfränkische Vereine spielten höherklassig. Auf den Heimfahrten im Bus wurde es immer still, wenn im Radio die Durchsage der Landesliga-Ergebnisse erfolgte.

    Gegen Nationalspieler gespielt

    Für Schlagzeilen sorgte die DJK beim Spiel gegen den FC Haßfurt, in dessen Reihen der Ex-Nationalspieler "Luggi" Müller und der spätere Fußball-Profi Erwin Albert mitwirkten. Vor zweieinhalb Tausend Zuschauern ging das Spiel unglücklich mit 1:2 verloren. Ein absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war anlässlich des 60-jährigen Jubiläums unter der Schirmherrschaft von Jürgen Grabowski das Spiel gegen die Uwe-Seeler-Traditionself mit Ex-Nationalspielern wie Wolfgang Kleff, Paul Breitner, Bernd Hölzenbein oder den Förster-Brüdern vor 3000 Zuschauern.

    Weitere sportliche Erfolge, die die DJK bayernweit bekannt machten: Deutscher DJK-Meister 1990 in Dortmund; bei den Senioren Gewinner des DJK-Bayernschildturniers sowie des Kreissparkassen-Landkreispokals; zweimaliger Bayernschildturnier-Sieger bei den DJK-Jugendteams.

    Hoher Stellenwert im Ort

    Drehte sich früher im Verein alles nur um den Fußball, so bietet die DJK heute noch Korbball, Tischtennis, Kanufahren und Volleyball an und kann auf eine engagierte Jugendabteilung aufbauen. Die Laienspielgruppe sorgt seit 40 Jahren für gute Unterhaltung. Besondere Bedeutung genießt der Wirtschaftsdienst, der seit Schließung der letzten Dorfwirtschaft vor über 30 Jahren deren Dienste zum Wohle der Allgemeinheit übernimmt.

    Das Programm: Freitag, 28. Juni, 19 Uhr: Jubiläumsabend mit Bildern und Videos aus der Vereinsgeschichte und musikalische Unterhaltung durch die Wülfershäuser Blaskapelle.

    Samstag 29. Juni: ab 10 Uhr Auto-Deibl-Cup Jugend U11; 16 Uhr Korbball U15 Bezirksliga.

    Sonntag 30. Juni: 9 Uhr Gottesdienst und anschließend Festzug zum Sportheim; 10.30 Uhr Weißwurstfrühstück; ab 13 Uhr Auto-Deibl-Cup mit DJK Schwebenried/Schwemmelsbach, DJK Altbessingen, FC Fuchsstadt, TSV Gochsheim; 15.30 Uhr Einlagespiel DJK Wülfershausen/Burghausen gegen 1. FC Sand; 18.30 Uhr Endspiel. Kinderprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken und Kegelbahn.

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