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    Niederwerrn

    Mit Heavy Metal, Donauwelle und der Muppet Show

    Hut ab: Die Niederwerrner Musikanten zeigten auch 2019 ihr Können. Foto: Uwe Eichler

    Die Hugo von Trimberg-Halle war prominent besucht beim traditionellen Palmsonntagskonzert der Niederwerrner Musikanten: Sämtliche Bürgermeister der Werntalgemeinde saßen in der ersten Reihe, inklusive der Amtsvorgänger von Bettina Bärmann:  Ehrenbürger Peter Heusinger sowie Vizelandrat Peter Seifert. Peter Geb, Kreisvorsitzender des Nordbayerischen Musikbunds, wurde ebenso gesichtet wie Ehrendirigent Rudi Schlembach. Die Begrüßung übernahm Pia Schleifenbaum als Vorsitzende des Musikvereins, bevor die "Hugo-Musikagenten" einen guten Start hatten.

    Im Wortsinn: "A Good Start" nannte sich das Eröffnungsstück des musikalischen Nachwuchses, dirigiert von Bernhard Rippstein, der in Zusammenarbeit mit der Schule auf Talentsuche ist. Zusammen mit den Allerjüngsten gab es den Micky-Mouse-Marsch ebenso wie eine Music Mill, alles unter dem Motto: "Playing together, so much better", "Gemeinsam spielen ist einfach schöner" – gemäß der gleichnamigen Komposition von Jan de Haan. Die Fortgeschrittenen hatten noch einen "Irish Dream" und "I will follow him" aus der Komödie "Sister Act" im Gepäck.

    Den Hauptteil übernahmen die "Niederwerrner Musikanten", unter Leitung von Thomas Will, der seinem Ruf als erfahrener Militärmusiker alle Ehre machte: "Taxis Marsch" meint nicht etwa den Befehl zum Ausschwärmen von Mietautos. Das Paradestück des Heeresmusikkorps wurde vor über 150 Jahren mal dem bayerischen Reitergeneral Karl Theodor von Thurn und Taxis gewidmet, entfernter Verwandter der Society-Fürstin Gloria. Komponist war  der Veitshöchheimer Christian Kolb.

    Big-Band-Sound nach der Pause

    Auch sonst ging es rasant durch die Musikgeschichte. Nach dem Ungarischen Tanz Nr. 6 von Johannes Brahms kündigte Moderatorin (und Saxophonistin) Marlene Bauer "Mamma Mia" an, Hommage an ABBA. Nach der Pause erklang Big-Band-Sound, mit dem "Festival in Silver" von Manfred Schneider. Garantiert "kalorien- und lactosefrei" war, laut Anmoderation, der Donauwellen-Walzer des rumänischen Komponisten Iosif Ivanovici, bevor die Cowboyhüte aufgesetzt wurden bei den Melodien von Enrico Morricone, der die unvergessenen Klänge zum Spaghettiwestern geschaffen hat.

    Das himmlische Solo bei "Gabriellas Sång" übernahm Sängerin Sabine Kraus, aus dem schwedischen Musikfilm "Wie im Himmel". "Applaus, Applaus, Applaus" hieß es beim Ausflug in die Welt von Kermit, Gonzo, Miss Piggy und Fozzie Bär: "The Muppet Show Theme". Ein halbes Jahrhundert ließ der Schweizer Very Rickenbacher über die Bühne gehen, mit einer schmissigen Polka, bevor die Blechblasinstrumente bewiesen, dass sie auch Heavy Metal-tauglich sind: Beim Stilmix des Amerikaners Sean O´Loughlin war Headbanging erlaubt.

    Als Zugabe gab es die immergrüne, unverwüstliche "Vogelwiese", das Frankenlied und den schottischen "Marsch der Soldaten des Robert Bruce". Den Schlussapplaus des dankbaren Publikums hatten sich die Musiker ebenso verdient wie die Spenden für ihre Jugendarbeit.

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