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    Schweinfurt

    Mit Pop, Rock, Jazz und Rap auf Erfolgstour

    Neun Preise hat die Pop-Gesangsklasse der Musikschule beim Bundeswettbewerb geholt. Im Rahmen eines Preisträgerkonzertes zeigten die jungen Künstler ihr großes Talent.
    Neun Preise hat die Pop-Gesangsklasse der Musikschule beim Bundeswettbewerb geholt. Im Rahmen eines Preisträgerkonzertes zeigten die jungen Künstler ihr großes Talent. Foto: Josef Lamber

    Wären nicht die meisten der Sängerinnen eher fluchtartig und ein bisschen verschämt von der Bühne gegangen, man hätte glatt denken können, dass da Profis am Werk sind. Die Pop-Gesangsklasse der Musikschule unter Leitung von Canan Semel hat zur recht vom Regional- bis hin zum Bundeswettbewerb Jugend musiziert in der Kategorie Pop-Gesang insgesamt neun Preise geholt. Die stimmgewaltigen jungen Damen und wenige Herren begeisterten ihr Publikum beim Preisträgerkonzert "Songs of Sunset" in der wieder einmal aus allen Nähten platzenden Disharmonie. Aber auch um "the next generation" ihrer Sängerinnen muss sich Semel keine Gedanken machen, sie überzeugten ebenso wie die Preisträgerinnen und der Preisträger.

    Choreographisches Talent bewiesen die Sängerinnen Lilith Hofmann, Lena Ort, Edda Rumpel und Viktoria Schmück.
    Choreographisches Talent bewiesen die Sängerinnen Lilith Hofmann, Lena Ort, Edda Rumpel und Viktoria Schmück. Foto: Josef Lamber

    Singend, klatschend, swingend und mit choreographischem Talent verstanden es die jungen Leute ihr Publikum nicht nur mitzureißen, sondern auch dessen gesangliches Talent zu nutzen und einzusetzen, als Bandersatz sozusagen. Angefeuert wurde sie bei ihren Auftritten nicht nur von den erwartungsvollen Zuschauern, sondern auch von einer begeisterten Chorleiterin, die es kaum fünf Minuten auf ihrem Sitz hielt. Ihr inneres Feuer für die Musik übertrug sich eins zu eins auf ihre Schützlinge und spornte diese zu Höchstleistungen an. Dass sie ihren Schülern eng verbunden ist, war gut spürbar. Die "kleine Rockfrau" begleitete sie ebenso liebevoll motivierend wie die Rapperin, ihren "Charmebolzen" oder die "singende musikalische Allzweckwaffe". Und war jemand erkältet, kein Problem, dann übernahm Semel eben die Kopfstimme, Hauptsache ihre Jugendlichen standen auf der Bühne und zeigten, was sie konnten – und das war nicht wenig!

    Schließlich sei es ja auch keine Selbstverständlichkeit wenn junge Menschen bei 38 Grad um 17 Uhr kommen und proben, meinte die Chorleiterin. Nun dieser Einsatz wurde vom Publikum beim Konzert gebührend gewürdigt. Unterstützt wurden die Sängerinnen, sofern sie nicht selbst am Klavier saßen, von Instrumentalisten aus der Musikschule, darunter ebenfalls nicht wenige Preisträger. Einige ihrer Sängerinnen haben sich bei diesem Konzert auch verabschiedet, weil nach dem Abitur Studium oder Arbeit warten. Theresa Oberleitner drückte deren Anerkennung salopp aus: "Danke für die vier Jahre, wo du mich immer auf die Bühne geschleppt hast."

    Dancing-Queen: Im Abba-Outfit sangen den bekannten Hit Carla Conrad, Lisa Korb und Ronja Kuschel.
    Dancing-Queen: Im Abba-Outfit sangen den bekannten Hit Carla Conrad, Lisa Korb und Ronja Kuschel. Foto: Josef Lamber

    Nicht nur gesanglich hatten die jungen Damen einiges zu bieten, sie bewiesen auch schauspielerisches Talent, so beispielsweise mit Roboterbewegungen beim unkonventionellen Popsong "Bad Guy" oder mit ihrem selbst gewählten Abba-Outfit beim Klassiker "Dancing Queen". Beeindruckend auch die Eigenkompositionen, die Carla Conrad rappte und Elionor Borchert mit einfühlsamer Stimme sang. Es war ein Konzert, in dem die Liebe zum Gesang spürbar und in den unterschiedlichsten Facetten erlebar war.

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