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    Hambach

    Mulchmaschine machte am Weg auf dem Brönnhof alles nieder

    Das Mulchgerät hat ganze Arbeit geleistet. Foto: Gerd Landgraf

    Es war seine Lieblingsstelle im Wald am Brönnhof. Vom Wetterschutzhäuschen am Radweg zwischen Hambach und Pfändhausen radelte Helmut Brand über den Schotterweg hoch in den Wald und weiter nach Osten. Keine 200 Meter vor der Wassergewinnung am Brönnhofer Graben zweigte er kurz nach Norden ab, um dann den Waldweg nach Osten zum Brönnhofer Graben zu nehmen. Westlich des Grabens war der Weg, wo er auch in diesem Sommer gerne fotografierte – es war einmal.

    Künftig wird früher gepflegt

    Die Ränder des knapp 900 Meter langen Waldwegs sind kahlgeschoren. Ein Mulchgerät hat alles was blühte und grünte und auch die Büsche und jungen Bäume niedergemacht. Der Weg ist die Grenze zwischen dem Ganerbenwald und dem Bundesforst in dem Naturerbe-Gebiet Brönnhof. Zuständig ist für beide Wälder das Bundesforstamt Reußenberg in Hammelburg. Auf Nachfrage der Redaktion räumte Förster Stefan Fritsche ein, dass es dort "brutal aussieht", und: "Die Arbeiten hätten viel früher gemacht werden müssen. Das Mulchgerät hat selbst stärkere Jungbäume abgeholzt."

    Es wird dauern, bis Helmut Brand am Brönnhofer Graben wieder solche Fotos machen kann.  Foto: Hemut Brand

    Nötig sei die Maßnahme jedoch auf jeden Fall gewesen. In Zukunft werde man den Bewuchs am Wegrand nicht mehr so lange wachsen lassen. Allerdings habe die Natur durch die radikale Pflegemaßnahme nun auch wieder einige Jahre Zeit, sich zu erholen. Man müsse nicht im nächsten Jahr wieder eingreifen, was Personalstunden spare und allem was kreucht und fleucht nutze, so der Förster. 

    Vorher. Foto: Hemut Brand

    Auch beim Unterhalt der wassergebundenen Waldwege gilt, dass sich Versäumnisse rächen, meint dazu ein Ratgeber des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Wasser, Wind, Frost und Bewuchs würden den Wegen ständig zusetzen, ebenso das Befahren der Wege. Wichtig für den Erhalt sei vor allem ein schneller Abfluss von Regenwassers durch die Befestigung der Deckschicht. Gefordert ist die Beseitigung von störendem Humus und beginnenden Bewuchs, das Freihalten der Durchlässe und das der Seitengräben, die bei Bedarf zudem auszubaggern seien. Weiter: "Ebenso ist das Freischneiden des Lichtraumes zum schnellen Abtrocknen der Wegeoberflächen vorteilhaft."

    Nachher. Foto: Gerd Landgraf

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