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    Schonungen

    Musikverein Schonungen: Großartiges Konzert zum 90. Jubiläum

    Viele Besucher kamen zum Konzert des Musikvereins anlässlich seines 90-jährigen Bestehens in die Alte Kirche Schonungen. Foto: Rita Steger-Frühwacht

    90 Jahre jung – so präsentierte sich der Musikverein Schonungen zusammen mit dem Musikverein Obertheres bei seinem Jubiläumskonzert in der Alten Kirche, zu dem die Gemeinde und der Kulturkreis e. V. eingeladen hatten.

    Die zahlreichen Besucher konnten die Vielfalt der konzertanten Blasmusik erleben und ließen die rund zwei Dutzend Musiker erst nach einer Zugabe von der Bühne gehen. Die Gesamtleitung hatte der Dirigent beider Blasorchester, Eduard Marpoder. Charmant plaudernd moderierte Christl Neumann das Konzertprogramm. Sie ordnete die dargebotenen Musikstücke oft in den zeitlichen Kontext ein oder gab interessante Infos zu ihrer Rezeption.

    Schwungvoll eröffnete das Konzert der "William Tell March", die Ouvertüre aus der "Tell Saga", die vom Schweizer Volkshelden Wilhelm Tell berichtet (Musik von Gioachino Rossini, 1792 bis 1868). Filmmusik war im Konzert mit "Eye Level" vertreten. Für diese britische Krimiserie aus den 1970er Jahren schrieb der Niederländer Jack Trombey (1927 bis 2017) die Musik. Mit der Musik aus den Miss-Marple-Filmen brachten die Musiker knisternde Spannung in die Alte Kirche. Die sehr eingängige und weit bekannte Melodie wurde vom britischen Komponisten Ron Goodwin (1925 bis 2003) geschaffen.

    Eine Hommage an den deutschsprachigen Komponisten, Pianisten und Sänger Udo Jürgens (1934 bis 2014) war das Medley seiner bekanntesten Lieder in einem Arrangement des zeitgenössischen Komponisten für Blasmusik Kurt Gäble (*1953). Viele Erinnerungen an frühere Schlagerhitparaden wurden bei den Besuchern mit Liederausschnitten von "Aber bitte mit Sahne", "Griechischer Wein", "Merci Cherie" und "17 Jahr blondes Haar" geweckt.

    In die Welt der Musicals nahm das mehr als zwei Dutzend Mitwirkende zählende Blasorchester die Gäste bei der "Broadway Show" mit. Der Komponist Willy Faust und der Arrangeur Pi Scheffer schufen eine hinreißende Musik, die die Zuhörer begeisterte.

    Mit "Fiddler on the roof" kam nochmals Tewje, der Milchmann aus dem Roman des jiddischen Schriftstellers Scholem Alejchem (1859 bis 1916), in den Konzertraum, und es hieß: "Wenn ich einmal reich wär."

    Einen musikalischen Stadtrundgang präsentierte das Orchester mit der "New York Overture", einem Werk des niederländischen Komponisten und Musikers Kees Vlak (1938 bis 2014). Pulsierendes Leben am "Broadway" und in der "5th Avenue" wechselte sich ab mit den ruhigen Passagen "Battery Park: Early in the morning" und "Sundy afternoon in Central Park".

    Countrymusic war mit "Riders in the Sky" von Stan Jones (1884 bis 1973) zu hören, und mit dem Marsch "Die Regimentskinder" von Julius Ernest Wilhelm Fucik (1872 bis 1916) war die böhmisch-mährische Blasmusik im Konzert vertreten.

    Mit langanhaltendem Beifall dankten die Gäste den Musikern, die als Zugabe den berühmten Marsch "Preußens Gloria" von Johann Gottfried Piefke (1815 bis 1884) spielten.

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