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    Bergrheinfeld

    Mutmaßliche Beziehungstat: Der Tote ist Ex-Radprofi Remig Stumpf

    In Bergrheinfeld gab es am Dienstagmorgen eine mutmaßliche Beziehungstat. In einem Wohnhaus am Ortsausgang fand die Polizei zwei Leichen, einen 53-Jährigen und seine 41 Jahre alte von ihm getrennt lebende Ehefrau. Foto: Jonas Keck

    Im Fall der mutmaßlichen Beziehungstat am Dienstagmorgen in Bergrheinfeld (Lkr. Schweinfurt) laufen die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft. Nach Auskunft der Pressestelle des Polizeipräsidiums fand am Mittwoch die Obduktion der in einem Wohnhaus am Ortsrand von Bergrheinfeld gefundenen zwei Leichen, ein 53 Jahre alter Mann und seine 41 Jahre, getrennt von ihm lebende Ehefrau, statt. Außerdem gab es eine Tatortbegehung, um die Hintergründe der Tat zu rekonstruieren. Informationen über den genauen Ablauf der Tat und die Hintergründe des Brandes, der im Keller ausgebrochen war, will die Polizei in den nächsten Tagen bekannt geben.

    Die Polizei geht von einer mutmaßlichen Beziehungstat aus. Anzeichen, dass ein Dritter involviert gewesen sein könnte, gibt es laut Polizei keine.

    Stumpf startete zwei Mal bei der Tour de France

    Nach Informationen dieser Redaktion aus Polizeikreisen handelt es sich bei dem 53 Jahre alten Toten um den früheren Radprofi Remig Stumpf. Er stammt aus Dittelbrunn, war in den 1980er und 90er Jahren als Profi aktiv. Er startete 1988 bei den Olympischen Spielen in Südkorea, fuhr zwei Mal bei der Tour de France und war zwei Mal deutscher Meister im Einzelzeitfahren. Seine Karriere beendete er 1993.

    Das Ehepaar hatte drei Kinder. Der zweite Bürgermeister Bergrheinfelds, Dieter Wagner, hatte im Haus der Begegnung am Morgen nach der Tat eine Betreuungsstelle für die Angehörigen der Toten zur Verfügung gestellt. Um sie kümmerten sich ein Krisen-Interventions-Team und Notfallseelsorger aus dem Ort. 

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