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    OBEREUERHEIM

    Nacht der 1000 Lichter

    Gedenken an den Atombombenabwurf auf Hiroshima, mahnende Worte über christliche Grundsätze und einen Appell zur Hilfe fü... Foto: Ruth Volz

    Zu einem Open-Air-Gottesdienst mit dem Motto „Die Nacht der 1000 Lichter“ hatte Dekan Gregor Mühleck für die Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus im Mainbogen auf den Festplatz Obereuerheim eingeladen.

    Leider machte der andauernd strahlende Sonnenschein den geplanten Lichteffekten einen Strich durch die Rechnung. Lediglich die brennenden Wunderkerzen zauberten einen Hauch von Lichterstimmung in die schattige Festscheune.

    Der Open-Air-Gottesdienst wurde zu einem Plädoyer gegen Krieg, Hass und für den Frieden. Pfarrer Mühleck forderte dazu auf, dass jeder sein eigenes christliches Profil überdenken solle. Christ sein bedeutet: Ich bin gegen Krieg. Ich bin gegen Hass. Ich bin für Frieden.

    In seinen Ausführungen zeigte er Gedanken und schicksalhafte Beispiele Einzelner auf. Er bot so einen Blick in eine kleine Parzelle der Welt, als er von den Gedanken der Christen im syrischen Ost-Ghouta berichtete und deren Frage: Warum jetzt dieser Hass? Wir hatten doch zusammen das Brot geteilt.

    „Den Gedanken des Friedens wollen wir fördern und feiern“, erzählte Pfarrer Gregor Mühleck. „Als Anlass dazu erinnern wir mit der Vorabendmesse an den Abwurf der Atombombe von Hiroshima am 6. August 1945, bei dem weit über tausend Menschen in den Tod gerissen wurden.“ Die katholische Kirche feiert zeitgleich das Fest der Verklärung Jesu. Petrus, Jakobus und Johannes steigen mit Jesus auf den Berg Tabor östlich von Nazareth. Dabei passiert es: „Jesus wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht“, heißt es im Matthäus-Evangelium. Zwei wichtige Figuren aus dem Alten Testament, Moses und Elija, erscheinen neben Jesus und reden mit ihm.

    Musiker Christopher Kuhn und Sängerin Petra Hart gestalteten den Gottesdienst mit neuerer Kirchenmusik. Die Kollekte erbrachte 620 Euro. Der Betrag geht nach Syrien, wohin Dekan Mühleck Kontakte zur Unterstützung der dortigen Kirchengemeinde unterhält.

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