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    Schwebheim

    Nachwuchs kostet über eine Million Euro jährlich

    Bürgermeister Volker Karb legte dem Gemeinderat die Jahresrechnung 2019 vor. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 9 213 204 Euro ab. Gegenüber dem Haushaltsansatz ist dies ein Plus von 299 204 Euro. Ein Plus von 28 382 Euro gab es im Vermögenshaushalt, der mit 8 052 632 Euro abschließt.

    Die Gewerbesteuer in Höhe von 2 037 353 Euro macht über 22 Prozent des Verwaltungshaushalts aus und lag 187 353 Euro über dem Jahresansatz. Geringfügig angestiegen ist auch die Einkommensteuer mit 2 871 180 Euro. Sie macht 31 Prozent des Verwaltungshaushalts aus. Im Fünf-Jahres-Vergleich lagen die Gesamteinnahmen 2015 bei 5 331 089 Euro, im Jahr 2019 hingegen bei 6 554 312 Euro und somit 1 223 222 Euro höher.

    Die Betriebsausgaben im sozialen Bereich und bei den Kindergärten lagen bei 1 288 639 Euro. Diese trägt die Gemeinde aber nicht alleine, sondern erhält einen Teil als staatlichen Zuschuss wieder zurück. Im Einzelnen zahlt die Gemeinde Personalausgabenzuschüsse für die beiden Schwebheimer Kindergärten in Höhe von 1 212 861 Euro. Vom Landratsamt Schweinfurt wurden 716 250 Euro erstattet. Für auswärtige Kindergärten wurden von der Gemeinde 69 475 Euro aufgewendet. Erstattet wurden 31 981 Euro. Beim Hort lagen die Personalausgabenzuschüsse der Gemeinde bei 289 406 Euro. Erstattet wurden 148 406 Euro.

    Die Pflichtzuführung zum Vermögensetat liegt bei 10 101 Euro, die Gemeinde konnte jedoch 1 528 513 Euro zuführen, so dass sich eine freie Finanzspanne von 1 518 412 Euro ergibt. Der allgemeinen Rücklage wurde ein Betrag von 5 196 393 Euro zugeführt.

    Der Kassenstand lag zum Jahresende bei 5 229 225 Euro. Inklusive der Sonderrücklagen für den Kanal und der Sparanlagen hat die Gemeinde Rücklagen in Höhe von 7 396 733 Euro.

    Verwahrentgelte und Bankgebühren kosteten die Gemeinde 17 236 Euro, denen nur 2166 Euro an Zinseinnahmen aus Bausparverträgen gegenüber standen. Der Abruf staatlicher Fördermittel wurde deshalb ins Jahr 2020 verschoben. Das gesamte Anlagevermögen der Gemeinde Schwebheim lag Ende Dezember bei 35 873 506 Euro.

    Kassenkredite mussten nicht in Anspruch genommen werden. Die Verschuldung lag zum Jahresende bei 88 213 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 21,09 Euro entspricht. An Darlehenszinsen fielen 1343 Euro an.

    Der Sonderrücklage für die Kanalsanierung wurde auch 2019 ein Betrag von 300 000 Euro zugeführt, so dass diese nun bei 1 200 000 Euro liegt. Somit ist ein finanzielles Polster vorhanden, welches in den nächsten beiden Jahren keine Erhöhung bei den Kanalgebühren erforderlich macht. Seit 2010 liegen diese bei 2,50 Euro/m³, was der Gemeinderat auch für die nächsten zwei Jahre beschloss.

    Karb dankte Carmen Cimander für die hervorragende Kassenverwaltung und Kämmerin Melanie Ruppert für die zügig erstellte Jahresrechnung.

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