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    Hesselbach

    Nanotrenching sorgt für bunte Straßen

    Grabenarbeit ist knifflig, wie ein Biber gemerkt hat, der ein "Staudämmchen" im Wassergraben bei Hesselbach bauen wollte. Diesen "Grabenkampf" entschied die Gemeinde für sich. Die Äste wurden, im Einklang mit dem Naturschutz, beseitigt.

    In der Bürgerversammlung mit über 100 Besuchern wurde nach dem Rückblick die Debatte hinsichtlich des 946-Einwohner-Dorfes etwas ernster. Im Pfarrheim ging es auch um die gesäuberten Gräben Richtung Ottenhausen, die im Unwetterjahr 2018 zugeschwemmt worden sind. Herbert Wehner sah noch Probleme bei einem verstopften kleineren Graben. "Es ist eine Masse von Ackerfläche abgeschwemmt worden", sagte Bürgermeisterin Birgit Göbhardt, "das hätte das Gräbele nie gepackt." Entlang der Straße wurden die Gräben von der Gemeinde ausgebaggert, zwischen den Feldern von der Jagdgenossenschaft. Jagdvorstand Gerd Schleyer war unzufrieden mit der Vorgehensweise: Man habe einen eigenen Bagger einsetzen müssen, entgegen der Absprache. Göbhardt verwies auf einen kaum weniger intensiven Einsatz von Bagger Nummer 1: "Für die Gemeinde wurde drei Tage gebaggert." Das Vorgehen sei nach ihrer Kenntnis abgesprochen gewesen.

    Um "Nanotrenching" ging es im Beitrag von Karina Strumpf. Bei dem Verlegeverfahren für Glasfaseranschlüsse werden Fugen in den Asphalt geschnitten und anschließend wieder verfüllt. "Wir sind schon eine Touristenattraktion", meinte die Bürgerin, frei nach dem Motto: "Was habt ihr da für bunte Striche auf der Straße?" Und wie es mit der Gewährleistung bei Rissen aussehe? Die Frist laufe fünf Jahre, so Geschäftsleiter Harald Mantel. "Dann sehen wir weiter." Die Methode sei anerkannt. Die große Politik mache es sich einfach, so Göbhardt. Es gebe zwar Fördertöpfe für schnelles Internet, nur: "Wie es gemacht wird, fragt keiner."

    Beklagt wurden Schlaglöcher, etwa in der Eichholzstraße Richtung Sportheim oder in der Hauptstraße. Einige wurden durch einen Bürger mit Farbe markiert. "In Hesselbach müsste man den Kindern Fahrradhelme aufsetzen", sagte Daniel Fischer und meinte die Sturzgefahr. "Wir haben es auf der Liste", sagte Göbhardt. Das Nötigste werde abgearbeitet, trotz personeller und finanzieller Grenzen des Bauhofs. Auch die Fahrradwege will die Gemeinde angehen.

    Helga Nöth fragte nach der Kindergarten-Erweiterung in Üchtelhausen, wo die Gemeinde für die klamme Diözese vorfinanzieren muss.

    Richard Ott sah das Neubaugebiet in Üchtelhausen als deplatziert an, wegen der Verkehrsbelastung an der Katzenklinge. "Bei mir fahren die Leute vorbei", sagte Anwohnerin Göbhardt. Und man könne nur dort bauen, wo Grundstücke verkauft würden: in dem Fall in sonniger Lage.

    Am Baugebiet in Hesselbach drohten Probleme mit der Entwässerung, meinte Ott weiter. Die Kanäle würden überlastet. Der Gemeinde ist die Problematik bekannt, man will entsprechend planen.

    Herbert Wehner wies darauf hin, dass das Dach der Bushaltestelle undicht sei. Ebenso moniert wurde, dass an der Grundschule der Pausengong nicht funktioniere.

    Gefragt wurde auch nach dem Daseinsvorsorgekonzept der Allianz im Rahmen der Städtebauförderung. Am 31. Mai soll es auf einem Infostand am Schulfest vorgestellt werden.

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