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    Bergrheinfeld

    Narren auf dem Bauernhof

    Die 'Pr8chtmänner' suchten bei Sitzung der Faschingsgemeinschaft 'Bercher Mee-Elf' vergeblich eine Frau für Bauer Gotthold alias 'Dixi'.
    Die "Pr8chtmänner" suchten bei Sitzung der Faschingsgemeinschaft "Bercher Mee-Elf" vergeblich eine Frau für Bauer Gotthold alias "Dixi". Foto: Horst Fröhling

    "Auf dem Bauernhof" – unter diesem Motto sorgten über 100 Akteure der Faschingsgemeinschaft "Bercher Mee-Elf" auf und hinter der Bühne für gute Laune.

    Sitzungspräsident Oliver Jung begrüßte im Scheinwerferlicht die rund 200 Besucher. Er wies nach dem Einzug von Elferrat und Garde auf die aktuelle Situation der Landwirte hin. Über diesen schwebten dunkle Wolken, so dass man die Sau raus und die Kuh fliegen lassen müsse.  

    Nachwuchs in der Bütt

    Dem Gardetanz der Stammgarde folgte Fiona Kiesel mit der Bütt "Ich möchte so gern Prinzessin sein". Die Nachwuchsrednerin zog bei ihrer Premiere die Besucher in den Bann und wünschte sich, "ich möcht´ so gern Prinzessin sein, von Franken und von Berch am Main."

    Der Showtanz der 'Mee Elf Chicks' aus dem 'Zauberer von Oz' begeisterte das Publikum.
    Der Showtanz der "Mee Elf Chicks" aus dem "Zauberer von Oz" begeisterte das Publikum. Foto: Horst Fröhling

    Mit einem Showtanz über das Leben auf dem Bauernhof begeisterte die Purzelgarde "Meehüpfer" das Publikum. Holger Milde erzählte die Geschichte von "Mexx und Morris", die eine Consulting-Firma gründeten, nachdem der Vater den Studenten den Geldhahn zugedreht hatte. So zeigten sie der Witwe Bolte, wie sie mit ihren 30 000 Hühnern erfolgreich Bio-Eier produzieren kann.    

    Am Glühweinstand

    Am Glühweinstand versetzte die Gruppe "horch a´mal" die Besucher zurück in die Vorweihnachtszeit. Mit acht Heidelbeeren auf den Hektoliter Glühwein verriet der Standbetreiber sein Geheimrezept. Der Showtanz der "Mee Elf Chicks" aus dem "Zauberer von Oz" begeisterte das Publikum.

    Geschichten über ihren Hund Willi gab Nachwuchstalent Luisa Rumpel zum Besten. Vorher habe sie ihr Leben selbst bestimmen können, was jetzt mit dem Vierbeiner natürlich vorbei ist. Die VHS - die "Volki und Holgi Show" oder "zwei wie Schwech und Pefel"  philosophierten im Dialog über das Leben. So komme es bei der Weinauswahl für das Ehejubiläum darauf an, ob man feiern oder vergessen will. Und in der Schule habe er gehört, dass mit dem was er nicht weiß noch fünf andere sitzen bleiben könnten. Mit ihren kopflosen Ganzkörperkostümen hinterließen die "jungen Wilden" einen starken Eindruck.

    Ferngesteuerter Dirigent

    Nach der Pause gab es ein Novum: der Musikverein mit dem ferngesteuerten Dirigenten. Jürgen Göbel erklärte und Cyberdirigent Markus Rosshirt ließ seine Musiker den "Böhmischen Traum" in Dur und Moll, langsam und schnell, gemein und lustig spielen. Danach wirbelte die Jugendgarde mit ihrem Gardetanz über die Bühne.

    Erlebnis einer Gemeinderätin

    Steffi Kolb, Gabi Göbel und Tanja Pfister sind die "Trauerschnallen", drei Weiber "nicht mehr frisch aber wichtig", die aber alles sehen und erfahren, was nicht in den Berger Nachrichten steht: So auch das Erlebnis einer Gemeinderätin, die die aktuelle Gottesdienstzeit nicht wusste und so eine halbe Stunde zu spät kam. Alexandra Kiesel berichtete als "Zensi von der Alm" von ihren Erlebnissen mit den Touristen.

    Die "Pr8chtmänner" suchten vergeblich eine Frau für Bauer Gotthold alias "Dixi". Und der sieht von seinem Traktor aus keine Mädchen, sondern höchstens Stockenten. Am Ende weiß er, dass richtige Frauenversteher Holz schweißen und sich entschuldigen können, auch wenn man selbst keine Schuld trägt.  

    Showtanz der Muskelelfen

    Das Männerballett die "Muskelelfen" zeigte in ihrem Showtanz, dass wie Männer als flotte Jungbauern über die Bühne wirbeln können. Michael Eusemann erzählte von seinen Erlebnissen als Ehemann und erklärte, was eine Organverschiebung ist. Zum Finale heizte die Showtanzgruppe noch mal richtig ein. Da wirbelten die jungen Damen kostümiert als Gauner und Sherlock Holmes in "Gangsters´ Paradise"  über die Bühne und rissen die Besucher zu Beifallsstürmen mit.

    Insgesamt eine gelungene Sitzung, bei der die Tänze ins Auge stachen und man sehen konnte, wie viel Herzblut dahintersteckt. Weitere Sitzungen: Samstag, 15. (ausverkauft), und Sonntag, 16. Februar. 

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