• aktualisiert:

    Gerolzhofen

    Neue Gewerbe-Ansiedelung für Gerolzhofen

    Im Gewerbegebiet "Am Spielsee" will sich ein metallverarbeitender Betrieb ansiedeln. Der Gerolzhöfer Stadtrat signalisierte einstimmig seine Zustimmung für die Bauvoranfrage.
    Dies ist die künftige Zufahrt zum Gewerbebetrieb, der sich am 'Spielsee' niederlassen möchte. Rechts im Bild ist das umzäunte Freigelände des ehemaligen, inzwischen geschlossenen Baumarkts.
    Dies ist die künftige Zufahrt zum Gewerbebetrieb, der sich am "Spielsee" niederlassen möchte. Rechts im Bild ist das umzäunte Freigelände des ehemaligen, inzwischen geschlossenen Baumarkts. Foto: Klaus Vogt

    Südlich des Areals des ehemaligen Bau- und Lebensmittelmarkts am "Spielsee" will ein Gerolzhöfer Unternehmer eine Gewerbehalle mit benachbartem Wohnhaus errichten. Seine Bauvoranfrage stieß im Stadtrat auf einhellige Zustimmung.

    Geplant ist der Bau einer Gewerbehalle, die sich größtenteils im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Am Schützenhaus“ befindet. Hier ist ein Gewerbegebiet ausgewiesen. Der Bauherr leitet einen Betrieb zur Metallbearbeitung mit Hauptsitz in Dingolshausen. Aufgrund von Platzmangel ist geplant, einen Teil der Produktion künftig nach Gerolzhofen zu verlegen. Hier sollen zukünftig Laserbeschriftungen für versandfertige Metallprodukte erstellt werden, das Fräsen von Kleinteilen, sowie verschiedenen Reparaturund Installationsarbeiten von Maschinenpumpen. Diese Art der Nutzung entspricht dem Bebauungsplan und sei somit baurechtlich zulässig, erklärte Stadtbaumeisterin Maria Hoffmann am Montagabend in der Stadtratssitzung.

    Eine Betriebsinhaberwohnung

    Neben der Werkhalle soll auch noch ein Einfamilienwohnhaus als Betriebsinhaberwohnung gebaut werden, allerdings in einem Bereich, für den es keinen Bebauungsplan gibt. Es sei davon auszugehen, dass dieser Bereich wegen der bereits schon bestehenden Bebauung als Mischgebiet anzusehen ist, was die Bebauung von Wohnhäusern grundsätzlich möglich macht, sagte Hoffmann. Die zur Bundesstraße B 286 geforderte Schutzzone werde eingehalten.

    Das Grundstück ist allerdings bisher nicht erschlossen. Geplant ist, dass sowohl die Ver- und Entsorgungsleitungen als auch die Zufahrt künftig über das Grundstück des ehemaligen Baumarkts verlaufen. Hierzu wurde bereits eine Grunddienstbarkeit eingetragen. Die Kosten der Erschließung muss der Bauherr tragen. Nach dem positiven Votum des Stadtrats wartet die Stadt nun auf den eigentlichen Bauantrag des Unternehmers.

    Die in die Jahre gekommene Holzkonstruktion des Anbaus am Vereinsheim der Motorsportvereinigung an der Kartbahn wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
    Die in die Jahre gekommene Holzkonstruktion des Anbaus am Vereinsheim der Motorsportvereinigung an der Kartbahn wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Foto: Klaus Vogt

    Anbau an der Kartbahn

    Neben dieser bevorstehenden Gewerbe-Ansiedelung befasste sich der Stadtrat auch mit einem Bauantrag der Motorsportvereinigung. Der Verein plant, den in die Jahre gekommenen Anbau auf der Ostseite des Vereinsheims zu erneuern. Das Vereinsgebäude der Motorsportvereinigung besteht aus einem Massivbau mit Satteldach. Daran angegliedert ist ein Anbau aus Holz- und Glas-Elementen. Diese sind mit der Zeit an den Verbindungsstellen undicht geworden, Regenwasser dringt ein. Der Anbau steht dort schon seit mindestens 25 Jahren, sagte Konrad Haub, der Vorsitzende der Motorsportvereinigung Gerolzhofen, auf Anfrage dieser Redaktion. Damals beim Kauf sei er schon nicht neu gewesen, sondern stand bereits vorher an der Lkw-Raststätte in Rüdenhausen. Der Verein hatte die Konstruktion gebraucht gekauft.

    Die neue Dachkonstruktion entsteht in Form eines Satteldaches mit Trapezblech-Eindeckung quer zum Haupthaus, wobei der First niedriger ist als am Massivbau. Im Zuge der Baumaßnahme soll der überdachte Bereich künftig größer werden, zwei kleine Außenbereiche werden integriert. Das anfallende Regenwasser vom Dach wird wie bisher direkt in den benachbarten Volkachbach eingeleitet. Der Verein rechnet mit Kosten von rund 35 000 Euro, sagte Haub. Man werde jetzt Zuschussanträge stellen und hoffentlich eine finanzielle Unterstützung für das Projekt erhalten.

    Einmütige Zustimmung

    Bürgermeister Thorsten Wozniak bezeichnete den geplanten Bau als "gute Geschichte für den Verein". Der Stadtrat schloss sich dem an und erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Stadtrat Konrad Haub als Vorsitzender des antragstellenden Vereins war von der Abstimmung ausgeschlossen.

    Nun liegt die Entscheidung beim Landratsamt Schweinfurt. Durch die unmittelbare Nähe zur Volkach seien gegebenenfalls auch das Wasserwirtschaftsamt und die Untere Naturschutzbehörde in das Genehmigungsverfahren noch einzubeziehen, sagte Stadtbaumeisterin Maria Hoffmann.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Schweinfurt-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!