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    SCHWEBHEIM

    Neue Kita: Das Beste in guten Händen

    „Wir haben' s geschafft, wir sind geschafft.“ Die Leiterin des Schlosskindergartens Angelika Wolz drückte damit aus, was sie und ihr Team in den letzten Monaten geleistet haben. Trotz laufenden Kindergartenbetriebs entstand, ein Neubau für zwei Krippengruppen und ein Verbindungsgang zum Bestandsgebäude.

    „Für unsere Kinder war es eine spannende Zeit“, erzählt Wolz. Die Erzieherinnen mussten keine Ausflüge mehr durch die Gemeinde unternehmen. Einmal ums Haus herum genügte und die Kleinen sahen Baufortschritte, Bagger in Aktion und viel andere spannende Dinge mehr.

    Der besondere Dank von Wolz galt den Handwerkern, die „Rücksicht ohne Ende auf die Kinder genommen haben“. Für die Kinder jedenfalls sei der Umbau ein Abenteuer gewesen, sie hätten ihn nicht als Belastung empfunden.

    „Wir sind nicht nur stolz auf das Ergebnis, sondern auch auf die Art wie es zustande kam“, betonte Bürgermeister Volker Karb. Das Bauvorhaben sei eng getaktet gewesen. Der Verbindungsbau zwischen Bestandsgebäude und dem neuen Gebäude musste in der Ferienzeit erstellt werden, was gut funktioniert habe.

    Karb vermutet, dass dies nicht zuletzt auch der Tatsache geschuldet war, dass viele Schwebheimer Firmen an dem Bau beteiligt waren. Diese hätten selbst ein Interesse am Kindergarten vor Ort, der Gemeinde faire Preise angeboten und manche andere Vorhaben während der Bauphase zurückgestellt. Der Kostenrahmen von 1,2 Millionen Euro sei eingehalten worden. Davon zahlt die Gemeinde ein Drittel, der Rest des Geldes komme aus Fördergeldern, die Kämmerer Gerald Riedl locker machen konnte.

    Man sei mit dem Bau sogar schneller fertig geworden als im Zeitrahmen vorgesehen, berichtete Karb. Und das war gut so, denn so konnte die Vorschulkindergruppe, die übergangsweise im EGZ untergebracht war, nachdem Starkregen ihr Notquartier überflutet hatte, vorzeitig in den Kindergarten zurückkehren und die erste Krippengruppe in den Neubau einziehen.

    Die stellvertretende Landrätin Christine Bender erinnerte sich an ein Frühstück in der Kindertagesstätte, bei dem sie vor einigen Jahren war. Der Platzmangel sei deutlich spürbar gewesen. Sie stellte fest, dass in Schwebheim „das Beste in guten Händen“ ist.

    Kinder seien die Zukunft des Landkreises betonte sie und zitierte ein afrikanisches Sprichwort, nach dem es ein ganzes Dorf brauche um ein Kind zu erziehen. „Ein ganzes Dorf nimmt hier Anteil“ stellte sie fest und dankte der Kommune, dem bayerischen Staat und dem Träger für das Engagement.

    Vor allem aber dankte sie den Kindern, die hatten ihre Gäste gleich zum Auftakt mit einem außerordentlichen Theaterstück empfangen. Die „Wackelzähne“ boten ein Sockenkonzert der besonderen Art, das gleich für die richtige Stimmung bei den Gästen sorgte. Mit einem Lied erzählten dann alle Kindergartenkinder, was sie während der Bauphase so erlebt haben.

    Kerstin Miklis, die Vertreterin des Elternbeirats freute sich über den „dringend benötigten neuen Platz“. Der Babyboom in der Gemeinde habe diese Investition nötig gemacht. Die Erzieherinnen und ihre Leiterin lobte sie für ihr während der Bauphase bewiesenen „Improvisationstalent“. Der Elternbeirat spendierte für die neuen Krippengruppen einen Krippenwagen und ein Dreirad mit Beiwagen.

    Den Segen spendete der evangelische Pfarrer Reinhard Fischer, bevor die Gäste zu einem Familienfest eingeladen waren. Die Kinder konnten sich in Workshops einen eigenen Kindergarten basteln, einen Tonwichtel bemalen oder Handpuppen gestalten. Im Garten gab es Seifenblasenspiele und vieles mehr.

    Bearbeitet von Ursula Lux

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