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    RÖTHLEIN

    Neue Mauer für eine schöne Optik

    Auch in der jüngsten Sitzung befasste sich der Gemeinderat mit einer ganzen Reihe von Bauvorhaben. Dabei ging es einmal mehr um teils recht strenge, in die Jahre gekommen Bebauungspläne wie für das Röthleiner Baugebiet Elmu, I. Abschnitt.

    Manche Festsetzungen sind nicht mehr zeitgemäß und verhindern gar, wie Oliver Schmitt vermutete, dass Baulücken geschlossen werden. Heute wird anders gebaut, als noch vor 25 Jahren und eine Lockerung könnte laut Schmitt zum Bau des Wunscheigenheims motivieren. Im expliziten Fall diskutierte das Gremium über eine zunächst unverbindliche Bauvoranfrage.

    Geplant ist eine sechs Meter breite Dachgaube mit Schleppdach an einem bestehenden Einfamilienhaus zur besseren Nutzung des Dachgeschosses, wie die eingereichten Skizzen zeigten. Viel zu breit also laut bestehendem Bebauungsplan, außerdem wird auch der erforderliche Abstand zum Ortsgang nicht eingehalten. Für die Gemeinderäte war das prinzipiell kein Problem, Befürchtungen, mit Befreiungen „eine Tür zu öffnen“ gab es nicht, wohl aber die von Peter Gehring angestoßene Diskussion über den allgemeinen Sinn bestehender Bebauungspläne für ganze Gebiete und mögliche Änderungen, die allerdings auch, so Gehring, bei Anwohnern Befürchtungen wecken, wenn nebenan zu „großzügig“ gebaut werden darf.

    Letztendlich einigte sich das Gremium, weiterhin Einzelfallentscheidungen zu treffen und stimmte geschlossen für das in Aussicht Stellen der nötigen Befreiungen, vorausgesetzt die Nachbarn sind einverstanden und die dann eingereichten Pläne genehmigungsfähig.

    Weiter stimmte der Rat ebenfalls einstimmig für die Errichtung eines Carports in Hirschfeld, für eine zusätzliche Befreiung von vorgeschriebenen Abstandsflächen bei einem Umbau und der Erweiterung eines Einfamilienhauses in Heidenfeld, das bereits schon grünes Licht hatte und signalisierte Einvernehmen für den Abbruch eines alten Gebäudes und Neubau eines barrierefreien Einfamilienhauses in Heidenfeld, über das bereits in der letzten Sitzung diskutiert wurde. Die Räte hatten sich am geplanten Dach gestört; jetzt lagen die Skizzen für den Neubau mit zweigeteiltem Pultdach auf dem Ratstisch; eine Variante, die allen gefiel und so gab es das erforderliche gemeindliche Einvernehmen.

    Dazu informierte Geschäftsleiter Simon Göbel über die in der letzten Sitzung ebenfalls diskutierte Stellplatzpflicht bei der Nutzung des nachbarlichen Grundstücks für den Nachweis. Laut Landratsamt ist das möglich, allerdings muss zur Absicherung eine Grunddienstbarkeit eingetragen werden. Rechtlich ein Fall für das Straßenverkehrsrecht ging es bei einem Antrag auf Zufahrt auf die gemeindliche Straße „Kirchgasse“ auch noch ums Bauen. Die Eigentümerin des Grundstücks plant die stark beschädigte Mauer zur Straße bis auf Erdniveau abzutragen und dann eine neue, leicht anders verlaufende Mauer zu errichten. Damit ändert sich dann auch die Zufahrtssituation.

    Gleichzeitig lag die Bitte vor, dass die Gemeinde dann auch den Gehweg saniert. Das stieß bei allen Gemeinderäten auf offene Ohren, zumal über die Stelle in der Nähe des Rastplatzes schon mehrfach diskutiert wurde und mit der Maßnahme eine Aufwertung des Straßenbildes erreicht wird. Laut Antragstellerin werden von ihr die Kosten für die Mauer übernommen, die Gemeinde trägt die Umbaumaßnahmen am Gehweg und die Kosten für nötige Vermessungsarbeiten werden geteilt.

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