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    Röthlein

    Neue Pauschalsätze für den Feuerwehreinsatz

    Fast in Rekordzeit ging die Sommerferien-Gemeinderatssitzung über die Bühne. Auf der Agenda standen mehrere Baugesuche und die Anpassung des Aufwendungs- und Kostenersatzes für die Leistungen gemeindlicher Feuerwehren.

    Bis dato basierten die Pauschalsätze auf einer für ganz Bayern erstellten Musterkalkulation. Doch vor einiger Zeit hatte die überörtliche Rechnungsprüfung bereits eine Neuberechnung durch die Verwaltung angemahnt. Denn die Kostenberechnung passte nach Anschaffung des neuen Tragspritzenfahrzeugs nicht mehr.

    Nun wurde also nachgerechnet. Und der Gemeinderat musste entscheiden, ob die bisher per Satzung festgelegten Pauschalsätze beibehalten oder die eigens ermittelten Kalkulationen angewendet werden.

    Nachdem Verwaltungsleiter Simon Göbel einige Zahlen präsentiert und auf Wunsch von Petra Jakob weitere Zahlen genannt hatte, entschied sich das Gremium geschlossen für die allgemein etwas höher liegenden neukalkulierten Pauschalsätze. Schließlich, so der allgemeine Tenor, seien die Zahlen der Musterkalkulation nicht mehr aktuell. Sie sollten 2020 überarbeitet werden. Zudem solle man, wenn die Verwaltung schon eigens kalkuliert habe, die Ergebnisse auch anwenden.

    Es wird nun eine neue Satzung erlassen, die Pauschalsätze gelten dann rückwirkend zum 1. Januar 2018.

    Alle Baugesuche gingen problemlos durch das Gremium. In Heidenfeld wird eine Halle erneuert und durch eine Rampe erweitert. An den Betriebszeiten ändert sich laut Auskunft des Bauherrn durch den Umbau nichts, vielmehr wird von einer Verbesserung in punkto Geräuschentwicklung, Komfort und Arbeitssicherheit ausgegangen.

    Grünes Licht gab es auch für eine Bauvoranfrage im Röthleiner Altort. Für diesen Bereich gibt es keinen Bebauungsplan. Geplant ist der Abriss eines Gebäudes, anschließend soll dort ein modernes, niedrigeres Einfamilienhaus mit Flachdach entstehen. Für den Gemeinderat war dies kein Problem. Denn das neue Gebäude füge sich doch bestens in die umgebende Bebauung ein. Florian Kress sprach von einem schönen Beispiel, "was im Altort so alles möglich ist." Und Andreas Hetterich stellte fest, dass es schön wäre, wenn Baugesuche immer so unkompliziert abgehandelt werden könnten. Meist gelte ja ein Bebauungsplan, der strikte Festsetzungen vorgebe.

    So bei einem geplanten Einfamilienhaus im Röthleiner Tannenweg. Das hatte nämlich wegen eines im Bebauungsplan nicht vorgesehenen weiteren Vollgeschosses keine Genehmigung erhalten. Der Bauherr hat umdisponiert und hält sich nun weitgehend an die Vorgaben. Grünes Licht gab es für Befreiungen in punkto Dachneigung, Dacheindeckung und Ziegelfarbe.

    Abschließend wurde informiert und diskutiert: Bürgermeister Albrecht Hofmann verlas einen anonymen Brief, dessen Verfasser sich über die Sichtschutzplane am abgerissenen Haus in der Hauptstraße, Ecke Barthstraße, wundert. Der Brief sei wohl ein "Schildbürgerstreich", so der allgemeine Tenor, schließlich sei das Haus abgerissen worden, um die Sichtverhältnisse dort zu verbessern. Dann wurde die Bitte geäußert, das Eck zeitnah der geplanten Nutzung zuzuführen;  aktuell liefen städtebauliche Planungen und Verhandlungen mit den Nachbarn.

    Petra Jakob wies auf gefährliche Löcher im Schleifweg hin, und Armin Götz und Simon Stock ärgerten sich mal wieder über die Situation im und am Hirschfelder Friedhof. Peter Gehring griff in diesem Zusammenhang einen von Florian Kress "gemurmelten" Vorschlag auf, in den nächsten Jahren allgemein einmal die Friedhöfe der Großgemeinde zu begutachten.

    Wie Wolfgang Weller informierte, sind wohl im Herbst alle Elektroarbeiten an den Heidenfelder Festplätzen abgeschlossen. Zudem fragte er nach einem Defibrillator-Standort in Heidenfeld. Und im September wird die Hirschfelder Kanuanlegestelle übergeben.

    Albrecht Hofmann informierte auf Nachfrage von Ingeborg Wegner, dass die Eltern demnächst einen Brief zum Thema Ganztagsschule erhalten, der die Bedürfnisse abfragt.

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