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    Werneck

    Neuer Laden und viel Smart-Home

    Ein größeres Ladengeschäft hat die Firma Elektro-Weisensel 60 Jahre nach ihrer Gründung bezogen: (von links) Firmeninhaber Herbert Weisensel mit Frau Sylvia und Sohn Jan. Foto: Weisensel

    Hat ein kleines Elektro- und Fernsehgeschäft heute noch eine Chance gegen große Elektronikmarktketten? "Ja", sagt Herbert Weisensel, weil die vielen Stammkunden Service und Beratung schätzen und den Einkauf vor Ort. Deshalb hat das Wernecker Fachgeschäft, das vor 60 Jahren gegründet wurde, einen neuen, größeren Laden eröffnet. Damit auch die dritte Generation der Familie eine Zukunft hat.

    Pünktlich zum 60. Geburtstag bezog die Firma Elektro-Fernseh Weisensel die neuen Räume im Haus Julius-Echter-Straße 10, gegenüber dem bisherigen Standort. Mit 120 Quadratmeter Verkaufsfläche plus Büro und Lager hat sie sich um die Hälfte vergrößert, kann eine breitere Auswahl an Unterhaltungselektronik, Hausgeräten, Zubehör und Installationsmaterial bieten. Im bisherigen Haus sind vorerst noch Werkstatt und Lager untergebracht.

    Als 1959 Herbert Weisensels Vater Helmut ein Geschäft in der Schönbornstraße eröffnete, war Elektrotechnik das Hauptgeschäft, die Installation, weiß der heutige Firmeninhaber. Mit den ersten Fernsehgeräten vergrößerte man das Angebot, ergänzt um Elektro-Hausgeräte.

    Nach 20 Jahren zog die Firma um in die Julius-Echter-Straße 9, zunächst zur Miete, später in Eigentum. Sohn Herbert übernahm das Geschäft 1987. Er ist Meister als Radio- und Fernsehtechniker, dazu noch Informationstechniker, und er wird auch als vereidigter Sachverständiger gefragt.

    Am neuen Standort hat sich das Familienunternehmen stetig weiterentwickelt: das Radio- und Fernsehgeschäft, der Antennenverkauf, die Installation von Satelliten-Schüsseln, blickt der Geschäftsinhaber zurück. Aber diese Sparte wurde immer weniger gefragt. Jetzt baut man auf die technische Abteilung für Reparatur und Installation. Radio-Fernsehtechnik, moderne Haustechnik, das Smart-Home mit Videoüberwachung, Alarmanlagen, Sicherheitstechnik und Telefon-EDV sowie Elektroinstallationen aller Art zählen heute zu den Standbeinen neben dem Verkauf.

    "Wir haben ein paar tausend Stammkunden", freut sich Herbert Weisensel, "die wollen ordentlich bedient sein." Allerdings weiß er auch, dass mancher sich beraten lässt, aber dann über das Internet sein Elektrogerät kauft. "Und wir dürfen den Fernseher dann einstellen."

    Zudem werde es immer schwieriger, gerade die Fernseher aus Fernost zu reparieren. "Die Firmen bieten kaum Hilfe oder Ersatzteile", hat er erfahren. Die Geräte seien immer billiger, eine Reparatur rentiere sich da kaum.

    Seine Kunden aber sind froh, dass sie vor Ort Hilfe erhalten. "Hört bloß nicht auf", werde ihm oft gesagt. Was der 65-Jährige auch nicht vorhat.

    Der 34-jährige Sohn Jan will in seine Fußstapfen treten und arbeitet wie seine Mutter Sylvia im Familienunternehmen mit. Der junge gelernte Radio-Fernsehtechniker, heute Informationstechniker genannt, ist auch ein Meister der Elektrotechnik. Die dritte Generation der Familie zeigt sich fachlich bestens gerüstet für die Zukunft.

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