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    Oberschwarzach

    Neuer Plan für den Generationenplatz

    Aus Kostengründen musste der Plan für den Generationenplatz noch einmal überarbeitet werden. Foto: Gudrun Theuerer

    Eigentlich sollte der Generationenplatz der Marktgemeinde Oberschwarzach, der mit 300 000 Euro vom Bund gefördert wird, bis Mitte diesen Jahres fertiggestellt worden sein. Die Ausschreibung vom Anfang dieses Jahres musste dann aber aufgrund der "astronomischen" Höhe der eingegangen Angebote wieder aufgehoben werden.

    Auf Vorschlag von Architekt Valtin Dietz vom Architekturbüro Dietz und Partner aus Elfershausen und nach Rücksprache mit der Regierung von Unterfranken soll nun eine erneute Ausschreibung mit vereinfachter Leistungsbeschreibung und nach Gewerken getrennt durchgeführt werden, um Kosten einzusparen. Daher war Dietz zur Gemeinderatssitzung nach Oberschwarzach gekommen, um den Räten die neue Ausschreibung vorzustellen und zu erläutern. Der Quellenbereich wurde neu gestaltet, und statt einem Steg erfolgt eine Verrohrung zur Halbinsel. Durch einen geraden Verlauf mit breiter Treppe soll das geplante Kneipp-Becken günstiger werden. Eine Kostenreduktion erfolgt auch durch Einsparungen bei fast allen weiteren Attraktionen.

    Die Ausschreibung wird nun auf vier Lose aufgeteilt. Das sind der Landschaftsbau/Tiefbau, die Ausstattung/Spielgeräte, die Schlosserarbeiten und die Zimmerarbeiten. Die Firmen können sowohl ein Los oder zwei, drei oder alle vier Lose anbieten. Die Firmen werden außerdem darauf hingewiesen, dass auch Eigenleistungen durchgeführt werden. Bei Bedarf können einzelne Attraktionen auch noch gestrichen werden, um weitere Kosten zu sparen. Die erneute Ausschreibung für den Generationenplatz soll Mitte Oktober 2019, die Submission Mitte November 2019 und die Vergabe im Dezember 2019 stattfinden.

    Ab März 2020 könnte dann mit Abbrucharbeiten begonnen werden. Ab Mitte Mai 2020 bis August wären dann die Erdarbeiten und baulichen Leistungen an der Reihe. Ab Ende August, Anfang September steht die Aufstellung der Spielgeräte auf dem Plan, so dass im Herbst 2020 die Pflanzung vorgenommen werden kann. Die Fertigstellungspflege soll schließlich im Herbst 2021 erfolgen.

    Der Marktgemeinderat beauftragte mit einer Gegenstimme das Architekturbüro mit der erneuten Ausschreibung.

    Von Sturmschäden und Trockenheit

    Forstoberinspektor Tobias Hahner war ebenfalls zur Sitzung gekommen, um den Jahresbetriebsplan 2019/2010 für den Gemeindewald vorzustellen. In seinem Rückblick informierte er darüber, dass aufgrund der Sturmschäden und der Trockenheit im Wirtschaftsjahr 2018/19 statt dem geplanten Holzeinschlag von 1525 Festmetern mehr als das Doppelte, nämlich 3338 Festmeter, eingeschlagen worden sind. Es wurde ein Gewinn von rund 90 000 Euro erwirtschaftet.

    Hahner wies darauf hin, dass die beiden letzten Hitze- beziehungsweise Trockenjahre in kurzer Folge dem Wald mehr zugesetzt hatten als in der Vergangenheit. Nun zeigen sich auch deutliche Schäden bei einheimischen Laubbaumarten, die eigentlich als grundsätzlich klimastabil beurteilt werden. Unterfranken habe eine wichtige Vorreiterrolle, denn aufgrund der Tatsache, dass Unterfranken die wärmste Region in Bayern sei, träten hier die vom Klimawandel bedingten Veränderungen zuerst auf. "Das heißt", so Hahner, "von der Anpassung in Unterfranken und dem dortigen Vorgehen können auch die anderen Regionen in Bayern lernen, die verzögert der Entwicklung folgen werden."

    Für das kommende Wirtschaftsjahr 2019/2020 ist ein Holzeinschlag von 1855 Festmetern geplant. Den geplanten Einnahmen von 104 189 Euro stehen für das Wirtschaftsjahr 2019/2020 circa 102 725 Euro an Ausgaben gegenüber.

    Hinsichtlich der Holzbestellung und Holzpreise für den Einschlag 2019/2020 hatte sich der Marktgemeinderat bereits bei der Waldbegehung am 14. September daraufhin geeinigt, wie im letzten Jahr zu verfahren. Als Mengenbegrenzung pro Haushalt wurden vom Marktgemeinderat wie im Vorjahr insgesamt 10,0 Festmeter (circa 14 Ster) Polterholz festgesetzt. In den zehn Festmetern ist das gewünschte Weichholz auf freiwilliger Basis enthalten. Die Sterholzmenge wurde wieder auf maximal drei Ster pro Haushalt festgelegt.

    Die Holzpreise für 2019/2020 - Polterholz (gemischtes Hartlaubholz): 54,00  Euro pro Festmeter; Polterholz (gemischtes Weichholz): 37,00 €/fm; Sterholz (Hartholz – nur Buche): 65,00 €/Ster; Sterholz (Hartholz – gemischt): 63,00 €/Ster; Sterholz (Weichholz – gemischt): 49,00 €/Ster; Selbstwerberholz – Weichholz: 10,00 €/Ster; Selbstwerberholz – Hartholz: 25,00 €/Ster.

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