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    Niederwerrn

    Niederwerrner Feuerwehr zerlegte Auto per Akku

    Rettungsübung Feuerwehr Niederwerrn mit dem neuen, akkubetriebenen Rettungssatz (Spreizer, Schere und Zylinder), der ohne Hydraulikschlauch und weitaus flexibler eingesetzt werden kann. Foto: Uwe Eichler

    In der "Golden Hour of Shock" lautet das Zauberwort SEBTEFÜ: Innerhalb der "goldenen Stunde" sollte ein eingeklemmtes, oft traumatisiertes Unfallopfer im Auto erreicht, befreit und ins Krankenhaus gebracht werden. Effektiv hat die Feuerwehr somit 20 Minuten, einen Menschen aus dem Wrack zu retten.

    SEBTEFÜ steht für die Schritte Sichern, Erstzugang (ins Auto), Batterie-Management, Türöffnung, Entfernen des Dachs (als "Maximalzugang"), Frontalerweiterung/Entklemmen und Übergabe an den Rettungsdienst. Am Bauhof wurde der technische Hilfeleistungseinsatz durch die Floriansjünger geübt: mit neuem, akkubetriebenem Rettungssatz (Spreizer, Schere und Zylinder), der ohne Hydraulikschlauch und weitaus flexibler eingesetzt werden kann.

    Spezialist Michael Lamprecht von der Stadtfeuerwehr übernahm die Einweisung der Truppe um Kommandant Mario Miller. Auch die Jugendfeuerwehr half mit.

    Nach allen Regeln der Kunst wurde ein betagter Opel Omega zerlegt: eine Spende der Karosseriewerkstatt Walter Thein. Vom Gurt zerschneiden bis zur Dachabnahme wurden verschiedene Einsatzszenarien geübt: Unterm Scheibenwischer steckte dabei die Rettungskarte mit Informationen zum Fahrzeugtyp, die auf der Webseite des ADAC (www.adac.de) heruntergeladen werden kann.

    Angesichts immer kompakterer Pkw-Typen können solche Infos Leben retten: Auch den Feuerwehrmann interessiert, von wo er zum Beispiel mit der "Attacke" eines Airbags rechnen muss. "Die haben schon Kraft", lautete das abschließende Urteil zu den Akku-Geräten.

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