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    Hirschfeld

    Nur fliegen ist schöner

    Welche Feder ist das wohl, Bernhard Dippert erklärt den Ferienspaß-Kindern in seinem Projekt "Nur fliegen ist schöner" die heimische Natur. Foto: Daniela Schneider

    "Augen auf" lautet der Auftrag, den Naturpädagoge und Vogelschützer Bernhard Dippert den 25 Ferienspaßkindern mit auf den gemeinsamen Weg gibt. Mit seinem selbstentworfenen NaturMobil namens "Albatros" ist er  im Landkreis unterwegs. In der Großgemeinde Röthlein macht er auf Einladung von Angelika Götz die heimische Natur unter dem Motto "Nur fliegen ist schöner" erlebbar.

    Schon die halbstündige theoretische Einführung zeigt: Es gibt viel zu entdecken. Im NaturMobil sind nämlich lauter Sachen, die man rund um Schweinfurt nicht immer und nicht überall, aber doch immer wieder entdecken kann. Es zeigt verschiedene Tiere und deren Behausungen, vom Eichelhäher bis zum Hermelin, von der Wieselmaus bis zur Schleiereule. Die ist auch gleich ein gutes Stichwort, denn Dippert ruft seine Ferienspaß-Kinderschar auf Entdeckerkurs immer wieder mit einem Eulenruf herbei.

    Die Kinder sind erstaunlich gut informiert über die vielen heimischen Vögel, stellen viele kluge Fragen und berichten von ihren Begegnungen mit Eulen oder Käuzen. Danach geht’s los: Eigentlich sollen alle Federn sammeln, doch tatsächlich gibt es auf dem Weg über den Hirschfelder Festplatz und durch die Flur noch vieles mehr zu entdecken. Schon beim ersten Stopp sind fast alle Kinder fündig geworden und der Vogelkundler untersucht die ersten Funde. Anhand der Feder bestimmt er die Vogelart und erklärt den Aufbau der einzelnen Feder. Je nach Beschaffenheit der Federfahne weiß er, ob die Feder auf dem linken oder rechten Flügel saß oder eher den Körper bedeckt hat.

    Gefunden werden Federn von Ringeltaube, Spatz und Grünfink, über dem Feld kreist ein Mäusebussard und immer wieder lässt ein Turmfalke seinen charakteristischen Ruf ertönen. Ein paar Kinder hören gar einen Kuckucksruf, doch der entpuppt sich dann lustigerweise als Handy-Klingelton. Für kurze Aufregung sorgt auch eine Schatzkarte mit einem leicht verwischten Hinweis, den Luan bei der Federsuche im Gebüsch findet.

    Die Jungs machen sich auf die Suche, kehren aber nach kurzer Zeit ohne Schatz wieder. Hätten sie mal auf die Mädchen gehört, die wussten nämlich ganz genau, dass die Bank vom Hinweis da gar nicht mehr steht und grinsten sich nun eins. Weiter geht’s auf der Naturerkundungstour: Auf einem Steinhaufen wird nach Blindschleichen gesucht und Emma findet eine tote Maus, die eingehend untersucht wird, bis Dippert unter der Maus den versprochenen Aaskäfer zeigt.

    Fast eine Stunde geht’s durch die Flur, mal wird der Mama gewunken oder die Katze vom Nachbarn gestreichelt, auch ein Hund im Hof bringt die Kinder nicht aus der Ruhe. Nach einer weiteren Analyse der Federn dürfen die Kinder noch einen Phantasievogel basteln. Das Fazit nach drei Stunden Naturprogramm: Nur Fliegen wäre vielleicht noch schöner.

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