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    HUNDELSHAUSEN

    Panne: Kalk auf Landstraße verteilt

    In brütender Hitze mussten Feuerwehrleute am Samstagnachmittag bei Hundelshausen verlorenes Kalk-Pulver von der Straße k... Foto: Klaus Vogt

    Ein Landwirt hat am Samstagnachmittag auf der Kreisstraße von Hundelshausen in Richtung Fabrikschleichach Kalk auf der Fahrbahn verloren. Betroffen war ein rund 500 Meter langer Bereich zwischen der Abzweigung nach Michelau und dem Waldrand. Offenbar hatte es an dem Fahrzeug einen technischen Defekt gegeben. Der Kalk wird zum Düngen von Feldern benutzt.

    Die Integrierte Leitstelle alarmierte die Feuerwehr Michelau und die Feuerwehr „Am Zabelstein“ (Altmannsdorf und Hundelshausen). Die Feuerwehrleute sicherten den Gefahrenbereich ab und begannen mit den Reinigungsarbeiten. Das Zusammenkehren des fein gemahlenen Materials war für die Feuerwehr in der prallen Sonne alles andere als eine angenehme Aufgabe.

    Da der Landwirt nicht wusste, um was es sich bei dem verstreuten Material genau handelt, ob es möglicherweise ungelöschter oder gelöschter Kalk sein könnte, ging die Feuerwehr unter Leitung von Kreisbrandmeister Oliver Lutz (Michelau) zunächst von einem möglichen Gefahrengut-Einsatz aus. Die Männer und Frauen mussten ihre komplette Schutzkleidung und Staubmasken tragen und man verzichtete auf den Einsatz von Wasser.

     

     

     

    Zum Hintergrund: Gibt man zu ungelöschtem Kalk (Calciumoxid) Wasser zu, so entsteht teils unter starker Wärmeentwicklung das Calciumhydroxid, gemeinhin als gelöschter Kalk bezeichnet. Gelöschter Karl ist stark ätzend. Der Kontakt mit den Augen kann nach Angaben von Experten zu ernsten Schäden an den Augen bis hin zur Erblindung führen. Selbst der bloße Kontakt mit der Haut ist unbedingt zu vermeiden.

    Der Kreisbauhof organisierte dann am späten Nachmittag noch eine Kehrmaschine, die die Fahrbahn nochmals reinigte. Bei dem Einsatz am Samstagnachmittag stellte sich schließlich heraus, so Polizeiinspektion Gerolzhofen auf Nachfrage, dass es sich bei dem verlorenen Material um „Steinkalk“ aus einem Steinbruch handelte. Auch dieser Kalk kann reizend wirken auf Haut und Schleimhäute.

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