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    Mönchstockheim

    Parkende Autos als Protest gegen Verzögerung bei Ortsumgehung

    Die von Anwohnern am Straßenrand geparkten Autos sorgten in den vergangenen Tagen in Mönchstockheim teils für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Foto: Gabi Barth

    Mit einer "Park-Aktion" haben zahlreiche Mönchstockheimer Bürger entlang der Ortsdurchfahrt von Dienstag bis Donnerstag für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Aktion war als Protest gedacht gegen die Verzögerungen beim Bau der Ortsumgehung.

    Das Staatliche Bauamt plant eine Ortsumgehung, deren Trasse an der Westseite des Dorfes vorbei zwischen der Raiffeisenstraße und dem Aussiedlerhof geführt werden soll. Dadurch sollen die Anwohner der Ortsdurchfahrt entlastet werden, die insbesondere unter den Auswirkungen des Schwerlastverkehrs leiden, der nur wenige Meter von ihren Häusern entfernt durch das Dorf rumpelt.

     Am 28. Juni 2018 hat die Regierung von Unterfranken einen Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Ortsumfahrung auf der Staatsstraße 2275 (Gerolzhofen-Haßfurt) erlassen und das Bauvorhaben genehmigt. Anwohner der Raiffeisenstraße haben dann allerdings vor dem Verwaltungsgericht in Würzburg Klage gegen diesen Planfeststellungsbeschluss erhoben. Ihr Ziel: Die neue Umgehung soll weiter weg von den bestehenden Häusern.

    Klage blockiert Bau der Umgehung

    Wegen der anhängigen Klage herrscht nun in Sachen Ortsumgehung erst einmal Stillstand. Man muss auf die Entscheidung des Gerichts in Würzburg warten. Dies gefällt insbesondere den Anwohnern entlang der Seestraße im Altort nicht. Sie fürchten, dass durch die Klage der Bau der Umgehung weiter verzögert wird und es vielleicht sogar – für den Fall, dass die Planfeststellung von vorne beginnen muss oder der Rechtsweg ausgeschöpft ist – bis zu weitere fünf Jahre dauern kann, bis eine wie auch immer gestaltete Umgehung gebaut wird.  

    In der Ortsdurchfahrt von Mönchstockheim ging es eng zu. Foto: Gabi Barth

    Um ein Zeichen zu setzen, haben Anwohner der Seestraße in einer gemeinsam abgesprochenen Aktion drei Tage lang von Dienstag bis Donnerstag ihre Fahrzeuge entlang der Ortsdurchfahrt geparkt. Dadurch kam es zeitweise zu erheblichen Beeinträchtigungen des Durchgangsverkehrs. Vergleichbare Aktionen fanden auch schon in der Vergangenheit beispielsweise in Gaibach statt, wo die Anwohner ebenfalls seit Jahren vergeblich auf eine Entlastung des Dorfkerns hoffen. 

    Polizei spricht von legaler Aktion

    Jochen Belz, der Pressesprecher der Polizeiinspektion Gerolzhofen, bestätigte, dass die Polizei die Situation in Mönchstockheim im Blick hatte. "Die Straße war gut zugeparkt." Dadurch sei es mitunter zu Stauungen gekommen. Allerdings, und dies betont Belz, seien die Fahrzeuge dort legal geparkt gewesen, so dass die Polizeistreife keinen Grund sah, einzugreifen oder gar Strafen zu verhängen.

    Nach Informationen dieser Redaktion planen die Anwohner der Seestraße in den kommenden Wochen weitere Aktion. Unter anderem sollen auch Plakate aufgehängt werden.

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