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    Gochsheim

    Parkscheune für den "Kleinen Plan"

    Die Umgestaltung des Platzes "Am Kleinen Plan" mit der Schwebheimer Straße nimmt weitere Konturen an. Der Gemeinderat beauftragte einstimmig den Architekten Holger Philipp aus Schonungen mit der Ausarbeitung der so genannten "Variante zwei" einer Parkscheune am westlichen Rand des Platzes, die die auf dem "Kleinen Plan" weggefallenen Parkplätze kompensieren soll.

    Geschäftsleiter Udo Böhnlein erläuterte den Entwurf der beiden Varianten. Demnach soll auf dem Eckgrundstück "Am Kleinen Plan"/Wethgasse eine offene Unterstellmöglichkeit mit Satteldach für acht Fahrzeuge entstehen, die von der Wethgasse aus einfahren können. Zur Westseite hin ist der Giebel geschlossen, zum Platz lassen zwei gestalterische Elemente aus senkrecht angeordneten Lamellen den Blick in die Parkscheune zu. Die Varianten unterscheiden sich lediglich in der Anordnung der Lamellen. Bei der "Variante eins" war vorgesehen, die Lamellen waagrecht anzuordnen. Diese Möglichkeit wurde vom Gemeinderat verworfen.

    Nicht zu Unrecht brachten Gremiumsmitglieder Bedenken wegen der Sicherheit vor, da eine waagerechte Lamellenanordnung abenteuerlustige Kinder womöglich zum Hochklettern verlocken hätte können. Außerdem wurde die Pflege und Sauberhaltung bei senkrechten Bauteilen doch als wesentlich leichter gesehen.

    Der Rat schickte mit dem gemeindlichen Einvernehmen zu einem Bauprojekt der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am "Kleinen Plan" auch ein zweites Vorhaben auf den Weg, das das Erscheinungsbild am "kleinen Bruder" des Plans positiv beeinflusst. Die DLRG hat an der Nordseite des Platzes in einem Bestandsanwesen mit einem alten Wohnhaus ihre Einsatzfahrzeuge untergebracht. Sie legten jetzt eine Tektur zu einem Bauantrag für den Neubau einer Fahrzeughalle auf diesem Grundstück vor. Das alte Wohnhaus muss zu diesem Zweck weichen und für einen zweckmäßigen und moderneren Neubau Platz machen.

    Das Gremium folgte zudem den Empfehlungen des Bauausschusses. Dieser sprach sich nach einer Ortsbegehung der Baustelle "Am Kleinen Plan" und "Alte Schmiede" dafür aus die Teerfläche unter dem Schwebheimer Tor durch Kopfsteinpflaster zu ersetzen. Ernüchterung machte sich breit, als das Ergebnis der Ausschreibung für die Auswechselung der Kanäle und Neugestaltung in der Wetteriedstraße vorgetragen wurde. Zwar hatten nach Böhnleins Worten zehn Firmen das Leistungsverzeichnis herunter geladen, jedoch nur eine Firma ein Angebot vorgelegt. Dieses habe mit rund 872 000 Euro knapp 40 Prozent über der Kostenberechnung gelegen. Der Gemeinderat beschloss daher, die Ausschreibung aufzuheben und die Maßnahme im Herbst neu auszuschreiben. Die Umsetzung der Baumaßnahme ist dann für das Frühjahr 2020 geplant.

    Um ein Jahr verlängert wurde die vor zwei Jahren verhängte Veränderungssperre für den Bebauungsplan "Lärmschutzwall Weyer". Der Gemeinderat sichert so, dass ohne Zustimmung der Gemeinde keine Grundstücksveränderungen erfolgen können. Positiv beschied das Gremium zwei Zuschussanträge von Vereinen: Mit 800 Euro wird im Rahmen der Vereinsförderung, das sind 20 Prozent der Investitionssumme, der Musikverein Gochsheim-Weyer für die Anschaffung von Musikinstrumenten und der Komplettierung der Trachtenausstattung unterstützt, 440 Euro bekommt die Bürgerliche Schützengesellschaft für die Sanierung der Unterstellhütte auf der Bogenwiese. Das Baugesuch der Firma Edeka im Industriegebiet "Nordwest" auf Anbau eines Hochregallagers, eines Technik- und Pförtnergebäudes sowie der Errichtung von 26 Lkw-Stellplätzen wurde zurück gestellt, da der Gemeinderat noch Klärungsbedarf sah.

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