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    Schweinfurt

    Personalsuche: Auch Verwaltung kämpft mit Fachkräftemangel

    Die Bauverwaltung und die Kunsthalle bekommen mehr Mitarbeiter. Warum die Suche aber selbst für die Stadt Schweinfurt manchmal nicht einfach ist.
    Auch die Schweinfurter Stadtverwaltung hat es heutzutage nicht leicht, geeignetes Personal zu finden, wie sich bei den Haushaltsberatungen zeigte. Foto: Anand Anders

    Mit 59,48 Millionen Euro ist der Etat fürs städtische Personal bei einem Gesamtvolumen des Haushaltes von 240 Millionen Euro einer der höchsten Posten. Mittlerweile arbeiten 1039 Menschen für die Stadt. Das Thema Personaletat ist natürlich bei allen Haushaltsberatungen ein Großes, so auch dieses Jahr, wo mehrere Anträge vorlagen.

    Die hatten im übrigen gar nicht den Tenor, Personal zu sparen, sondern im Gegenteil mehr einzustellen im Hinblick auf die Vielfalt an Aufgaben, insbesondere in der Bauverwaltung in Sachen Konversion. Ein bis zwei neue Mitarbeiter wollten die Grünen für die Bauverwaltung, da man zum einen festgestellt hatte, dass es in Sachen Ausbau der Radwege aus Kapazitätsgründen nicht vorwärts geht, es aber wohl auch immer wieder krankheitsbedingte Ausfälle gebe. "Es ist nicht zielführend, im Haushalt erhebliche Beträge für die Verkehrswende hin zu mehr ÖPNV und unmotorisiertem Verkehr bereitzustellen, wenn ein Personalengpass im Baureferat die Umsetzung ausbremst", so Reginhard von Hirschhausen.

    Personalleiter Armin Seebauer schlug nach Rücksprache mit dem Bauamt eineinhalb neue Stellen vor. Eine dringend benötigte Architektenstelle und eine Halbtagsstelle für die Zuarbeit, die auch organisatorische und terminliche Fragen klärt. Baureferent Ralf Brettin bestätigte den Engpass, verwies aber auch darauf, dass es für die Verwaltung im Moment nicht einfach sei, Stellen zu besetzen. Intern habe man nach einem Jahr Suche nun eine Mitarbeiterin gefunden, die die Planungen für die beiden neu zu bauenden Parkhäuser in der Mainberger Straße und am Leopoldina-Krankenhaus koordiniert und dies zur vollen Zufriedenheit.

    Auch für die Weiterentwicklung des Radverkehrskonzept habe man mehr Personal. Nicht gelungen sei es beim Thema Maxbrücke, einen Brückenbauingenieur zu bekommen. Ein neuer Mitarbeiter zog seine Zusage zwei Wochen vor Arbeitsbeginn wieder zurück, "der öffentliche Dienst steht im Moment leider in zweiter Reihe. Es ist schwierig, manchmal überhaupt eine Bewerbung zu bekommen", so Brettin.

    In der Kunsthalle gibt es zukünftig eine weitere Halbtagsstelle, die sich ausschließlich um die Museumspädagogik kümmern soll. Foto: Oliver Schikora

    CSU fordert eine zusätzliche Stelle in der Kunsthalle

    Eine längere Diskussion gab es auch über den schlussendlich genehmigten Antrag der CSU, eine Teilzeitstelle in der Kunsthalle für Museumspädagogik zu schaffen. Vor eineinhalb Jahren ging Friederike Kotuc in Rente, die Jahrzehnte lang die Museumspädagogik verantwortete. Danach gab es in der Kunsthalle weitere personelle Veränderungen, Katharina Christ wurde Leiterin des Kulturforums und es entstanden mit dem Kulturforum und der Kunsthalle zwei neue Abteilungen.

    Die Museumspädagogik ist auch Teil der Stelle der neuen wissenschaftlichen Mitarbeiterin, allerdings nicht so wie früher bei Kotuc. Adi Schön (proschweinfurt) wollte wissen, warum der Aufgabenbereich Museumspädagogik nicht in dem Maße wie erhofft erfüllt wurde. Personalleiter Armin Seebauer verteidigte die Mitarbeitern, er wolle keinesfalls "im Raum stehen lassen, dass hier kein Engagement gezeigt werde." Im Gegenteil, das sei überdurchschnittlich, denn das Jahr 2019 war von Seiten der Kunsthalle insbesondere durch den zehnten Geburtstag, die Neuhängung und besonders die Gunter-Sachs-Ausstellung geprägt. Auch Ralf Hofmann (SPD) brach eine Lanze für die Arbeit der Mitarbeiter in der Kunsthalle.

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