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    GEROLZHOFEN

    Pfadfinder: Stufenwechsel in Nordsee-Gefilden

    Mitten in der Natur: Gerolzhöfer Pfadfinder an der Nordsee. Foto: Christel Schmitt

    Nach dem Stufenwechsel der Rover während der Pfingstferien in Frankreich stand auch für die jüngeren Pfadfinder der DPSG Gerolzhofen der Übertritt bevor, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Als Ziel hatten sich diese hierfür die Nordsee ausgesucht. Neun Jugendliche im Alter zwischen elf und 13 Jahren verbrachten dort ihre Sommerfreizeit.

    Am ersten Tag ging es mit dem Zug in Richtung Norden. Die Pfadfinder wurden von vier Betreuern auf der Zugfahrt begleitet, zwei weitere brachten das Gepäck im Begleitfahrzeug zum Ziel. Gegen 8 Uhr morgens startete die Gruppe am Würzburger Hauptbahnhof. Eltern hatten sie in Pkws dort hin gebracht. Über Hamburg ging es nach Husum und Garding. Von dort ging es mit dem Rufbus zum Endziel, zur Alten Schule in Westerhever. Dies ist eine ehemalige Dorfschule aus dem Jahr 1879, die im Jahr 1985 zum Schullandheim umgewandelt wurde.

    Die Gemeinde Westerhever und die Halbinsel Eiderstedt bieten eine weite, grüne Ferienlandschaft. Der nur zu Fuß erreichbare Westerheversand ist ein vier Kilometer langer Bade- und Spazierstrand für Naturliebhaber mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

    Wahrzeichen des Ortes und der gesamten Halbinsel ist der Leuchtturm Westerheversand, der seit über 100 Jahren auf einer kleinen Warft rund einen Kilometer vom Festland entfernt thront.

    Die Gruppe nutzte bei der Freizeit regelmäßig die Möglichkeit, in der Nordsee zu baden. Aufgrund des heißen Sommers in Deutschland war auch im Norden schönes Wetter. Die Lufttemperatur lag zwischen 25 und 30 Grad und war somit optimal und für viele deutlich angenehmer als jene in der Heimat.

    Des Weiteren haben die Jugendlichen ein Messer selbst hergestellt, an welchem sie nach und nach arbeiteten. Eine FÖJlerin führte sie ins Watt. Hier lernten sie einiges über Ebbe, Flut, Seenebel und die Meeresbewohner. Hautnah konnten sie Krebse, Wattwürmer oder Gummiwürmer erleben. Und die Gemeinschaft wurde täglich unter anderem mit Vertrauensspielen gestärkt.

    Der Höhepunkt war Mitte der Woche der Stufenwechsel. Die Gruppenleiter hatten als Ort dafür eine kleine Insel am Strand ausgewählt. Die Jugendlichen fanden sich dort am frühen Abend bei tollem Licht mit ihren Leitern und weiteren Betreuern ein. Die Kids hatten sich gemeinsam Texte überlegt, die sie als Versprechen an sich selbst, die Gruppe und die Leiter vortrugen. Als sichtbares Zeichen des Stufenübertritts erhielten die zwei Wölflinge anstelle der orangefarbenen Tücher blaue und nennen sich nun Jungpfadfinder. Die sieben bisherigen Jungpfadfinder tauschten ihre blauen Tücher gegen grüne aus und sind nun Pfadfinder.

    Als Dankeschön an ihre Leiter, die sie zum Teil bereits seit sechs Jahren begleiten, übergaben ihnen die Jugendlichen selbst gestaltete T-Shirts und eine Mappe mit persönlichen Worten.

    Der Wechsel wurde vor dem Sonnenuntergang mit Gitarrenbegleitung vollzogen. Es herrschte eine ganz besondere Atmosphäre.

    Der letzte Abend rundete die zurückliegende Woche mit einem Picknick am Meer bei Sonnenuntergang ab.

    Dann ging es mit dem Zug nach Schweinfurt, wo die Gruppe von einigen Eltern abgeholt wurde.

    Mit vielen neuen Eindrücken kamen die Schüler nach Hause und hatten so einiges zu erzählen.

    Bearbeitet von Wolfgang Hüßner

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