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    OBERLAURINGEN

    Pfarrer Martin Hild: Kämpfer für die Ökumene

    Auf diesem Pfad entlang der Kirchenburgmauer führte in den letzten sieben Jahren der Weg von Pfarrer Martin Hild zur Obe... Foto: Rita Steger-Frühwacht

    „Lieber Martin, ich danke Dir von ganzem Herzen, persönlich und im Namen der Kirchengemeinde Friesenhausen-Wetzhausen für Deinen Einsatz hier bei uns und wünsche Dir, Deiner lieben Frau Karin und Deinen Kindern Gottes reichen Segen für Deine neue Aufgabe in Münnerstadt“. So schreibt Kirchenvorstandsmitglied Gerhard Koch im Pfarrbrief der Kirchengemeinde Wetzhausen-Friesenhausen in seiner Einladung zum Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Martin Hild am Samstag, 18. August, um 20 Uhr.

    Diese Worte zeigen, wie sehr Martin Hild zusammen mit seiner Familie von der evangelischen Gemeinde Wetzhausen-Friesenhausen, aber auch in der gesamten Gemeinde Stadtlauringen und darüber hinaus geschätzt wurde. Er verlässt die evangelische Pfarrstelle Oberlauringen, die er sieben Jahre innehatte.

    Neben den Aufgaben seiner Oberlauringer Pfarrstelle hielt Martin Hild an den Sonntagen einen zweiten Gottesdienst in einer der sechs Kirchen der Pfarrstelle Wetzhausen-Friesenhausen. Einmal im Monat kam er in die Seniorenheime Schloss Birnfeld und Friedrichsheim zum Gottesdienst mit den Bewohnern.

    „Ich hab mich besonders für Ökumene eingesetzt“, erzählt er und listet als Beispiel den Jugendkreuzweg mit der Kolpingjugend Stadtlauringen auf. Die Band Regenbogen, auch eine Gruppe dieser Kolpingjugend, hat öfters bei der musikalischen Gestaltung seiner Gottesdienste mitgewirkt.

    Geschätzt hat Martin Hild besonders den akustisch und ästhetisch ansprechenden Kirchenraum der aus dem Jahre 1705 stammenden Heilig-Kreuz Kirche. Dass mit Matthias Keß ein für so kleines Dorf ganz außergewöhnlicher Organist an der Orgel saß, freute ihn. Beides und die Beteiligung zahlreicher örtlicher Chöre ließ Konzerte, wie bei der „Nacht der offenen Kirche“, zu einem großartigen Erlebnis für die Zuhörer werden.

    Musik hat den Pfarrer und seine Familie rasch in den Kirchengemeinden und der Dorfgemeinschaft Oberlauringes heimisch werden lassen. Er sang in der Chorgemeinschaft Nassach-Birnfeld. Seine Frau Karin beteiligte sich am Gospelchor Voice of Glory Wetzhausen. Sie spielte im Oberlauringer evangelischen Posaunenchor mit und begründete den Oberlauringer Kirchenchor.

    Zusammen mit Elke Niklaus und Inge Klein rief Martin Hild das Frauenfrühstück in Oberlauringen ins Leben. Vierteljährlich kommen in der Kirchenburg 35 bis 40 Frauen zusammen, um bei einem gemeinsamen Frühstück Vorträge zu aktuellen oder religiösen Themen zu hören und Gemeinschaft zu pflegen.

    Sehr angenehm fand er der leidenschaftliche Fahrradfahrer die zahlreichen hervorragend ausgebauten Fahrradwege. Auch nutzte er gerne die Freizeiteinrichtungen des Marktes Stadtlauringen. Die kulturelle Zusammenarbeit der evangelischen Kirche mit dem Friedrich-Rückert-Arbeitskreis Oberlauringen entwickelte sich in Martin Hilds Amtszeit sehr harmonisch durch gestaltete Lesungen in der Kirche. Während der Öffnungszeiten des Rückert-Poetikums war auch immer Gelegenheit gegeben, die Kirche zu besuchen.

    Schon ab Mitte August wird er in den verschiedenen Kirchen seines Wirkungskreises jeweils den letzten Gottesdienst als „Abschiedsgottesdienst“ feiern. Die offizielle Verabschiedung durch den Rügheimer Dekan Jürgen Blechschmidt in der Oberlauringer Heilig-Kreuz-Kirche ist für Sonntag, 2. September, um 14 Uhr angesetzt. Aber den Festgottesdienst am Kartoffelfest, 9. September, einem Höhepunkt im Reigen der Dorffeste Oberlauringens, wird Martin Hild noch halten.

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