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    OBBACH

    Pilze und bizarre Kleinstwelten

    Auf Fotopirsch im Wald: In jüngster Zeit hat der Obbacher Stefan Dittmann Pilze als Motive für Makroaufnahmen entdeckt, wie diesen Rauchblättrigen Schwefelkopf. Foto: Stefan Dittmann

    Eine manuelle Praktika-Spiegelreflexkamera mit Nachführbelichtungsmesser hielt der zwölfjährige Stefan Dittmann einst in der Hand. Der Beginn seiner Fotoleidenschaft. Und mit dieser Praktika musste sich der Obbacher auch mit den Themen Belichtung, Schärfentiefe und Fokussierung intensiv auseinandersetzen. Eine gute Schule.



    Diese Zeiten sind längst vorbei. Auch bei Dittmann (45) hat die digitale Welt Einzug gehalten. Und er hat sich spezialisiert: Makroaufnahmen aus der Natur gehören dazu. In den vergangenen Jahren haben es ihm Pilze und Orchideen angetan. „Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht mit meiner Ausrüstung im Wald auf Fotopirsch gehe“, sagt er.
    Nebelperlen: gefangene Tautropfen im Spinngewebe.

    Eine zweite Leidenschaft des Erziehers ist die Erforschung von Mikrowelten: Aus dem Schülermikroskop von einst ist längst ein Forschungsgerät mit Fotoaufsatz geworden, die den Obbacher in die Lage zu versetzt, kleinste Strukturen von Molekülen aufzunehmen. Wenn dazu noch Lichtbrechungen kommen, entstehen faszinierende Aufnahmen aus der bizarren Welt der Kleinstkristalle mit ihren wunderschönen Formen und Farben. „Aus diesem Grund experimentierte ich viele Jahre lang intensiv mit verschiedensten Substanzen, die sich in Wasser oder Alkohol lösen lassen“, um entsprechende Effekte zu erzeugen. Das sind vor allem viele Säuren, wie Zitronensäure, Ascorbinsäure, besser bekannt als Vitamin C, Weinsäure und andere Substanzen, wie Natron, Süßstoffe und Salze. Dittmann hat seine Werke bereits mehrfach in Unterfranken ausgestellt.

    www.dittmann4.de

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