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    Gerolzhofen

    Politik und Wein in der Allee

    Zur Politpromenade der CSU kamen zahlreiche Mandatsträger nach Gerolzhofen und suchten die direkte Diskussion mit der Bevölkerung.  Foto: Johannes Vogt

    Vom Nützelbach bis nach Brüssel - die Themen der unterschiedlichen Gespräche, die am Sonntag in der Östlichen Allee geführt wurden, hätten unterschiedlicher kaum sein können. Eben dieser rege Austausch sei das Ziel dieser Veranstaltung, sagte Bürgermeister Thorsten Wozniak bei der Begrüßung der Anwesenden. "Politik und Wein", den Entscheidungsträgern mal so richtig auf den Zahn fühlen, persönlich und am besten noch mit einem Schoppen in der Hand - dieses Ziel erfüllte der Nachmittag in Gerolzhofen gewiss.

    Organisiert vom CSU-Ortsverband Gerolzhofen um den Vorsitzenden Markus Reuss und seinen Stellvertretern Maria Bauer, Lieselotte Feller und Marcel Schmidt, hatten sich die Christsozialen mächtig ins Zeug gelegt, unterstützt von der Frauenunion und der Jungen Union. An mehreren Ständen gab es, ganz im Gedanken an ein geeintes Europa, Spezialitäten aus der Küche zweier unserer europäischen Nachbarn: Frankreich und Italien. Aber natürlich durfte auch die regionale Note nicht fehlen. Hierfür sorgten Frankenwein, Gerupfter und Co.

    Auch die lokale und regionale CSU-Politprominenz war zahlreich vertreten. Aus der direkten Umgebung waren neben Bürgermeister Thorsten Wozniak auch noch der Landratskandidat der CSU und Dingolshäuser Bürgermeister Lothar Zachmann zu sprechen. Christine Bender, die stellvertretende Landrätin des Landkreises Schweinfurt, die Landtagsabgeordnete Barbara Becker, die Bezirksrätin Gerlinde Martin und Bezirksrat Stefan Funk , sowie Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber und Innenstaatssekretär Gerhard Eck suchten das Gespräch mit den Interessierten. Und zur ersten Veranstaltung in dieser doch ungewöhnlichen und innovativen Form waren zahlreiche Bürgerinnen und Bürger erschienen.

    Schwerpunkt Europawahl

    Hauptaugenmerk des Nachmittages lag auf der bevorstehenden Europawahl, die vom 23. bis 26. Mai stattfindet. Hierzu waren auch die beiden CSU-Europakandidaten Karin Passow und Christian Staat der Einladung nach Gerolzhofen gefolgt. Sie stellten vor, wofür die CSU stehe: ein geeintes Europa, ohne Grenzen, ein Europa der Freiheiten. Viele Menschen würden dem Irrglauben erliegen, dass man "da oben in Brüssel" doch eh nichts mitbestimmen könne. Das Gegenteil sei der Fall, so Christian Staat. Gerade die Europawahl sei die Wahl, bei der Bürgerinnen und Bürger am meisten Einfluss auf das Geschehen in der Politik nehmen könnten.

    Man dürfe es der AfD, die Christian Staat in seiner Rede lediglich als die "A-Partei” bezeichnete, nicht erlauben, alles zu zerstören, wofür Europa stünde. Doch wofür steht Europa in den Augen der CSU? Europa stehe für Gemeinschaft, für die freie Arbeitsplatzwahl über Ländergrenzen hinaus, für wirtschaftliche Stabilität und Wachstum, für kulturellen Austausch und am allerwichtigsten: Europa stehe für Frieden - für die längste Periode friedlichen Zusammenlebens, die unser Kontinent je gesehen habe.

    Die erste Politpromenade der CSU Gerolzhofen in der Allee stieß am Sonntag auf ein reges Interesse.  Foto: Johannes Vogt

    Mit Manfred Weber, der seit 2014 der Fraktionsvorsitzende der EVP (Europäische Volkspartei) ist, hätten die bayerischen Wähler die historische Möglichkeit, einen Bayer an die Spitze der EU-Kommission zu wählen und somit die Politik im doch so weit entfernten Brüssel etwas bayerischer, und mit den Europakandidaten aus der Region sogar etwas fränkischer zu machen, sagte Christian Staat in seiner Rede.

    Fortsetzung geplant

    Die Premieren-Veranstaltung erfreute sich reger Beliebtheit. Zeitweise nutzen gut 70 Gerolzhöfer das Angebot und kamen mit den Politikern ins Gespräch. Die Veranstaltung soll von nun an jährlich stattfinden und so den Austausch zwischen Bürgern und Entscheidungsträgern weiter fördern. 

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