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    Schweinfurt

    Präsident der Handwerkskammer wiegt 154 Christstollen

    Für soziale Zwecke wiegt die Bäckerinnung beim Weihnachtsmarkt bekannte Persönlichkeiten auf. Doch dem Gewicht des Handwerkskammer-Präsidenten trauten die Bäcker wenig zu.
    Einen Christstollen nach dem anderen packten die Bäcker auf die Waage, bis das Gewicht von Handwerkskammerpräsident Walter Heußlein und seinen kleinen Mitstreitern ermittelt war. Ehren-Innungschef Edgar Bernhardt (rechts) moderierte die Aktion auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: Josef Schäfer

    Es gehört mittlerweile zum festen Ritual beim Schweinfurter Weihnachtsmarkt: Die Bäckerinnung wiegt eine bekannte Persönlichkeit. Nicht mit Gewichten, sondern mit Christstollen. Das süße Backwerk kommt anschließend einem sozialen Zweck zugute.

    Kindliche Unterstützung

    Am Sonntagsnachmittag auf der von Berufsschülern vor Jahrzehnten konstruierten Balkenwaage: Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer.  Er sei zwar innungspolitisch ein Schwergewicht, witzelte Moderator Edgar Bernhardt, doch der Statur des Gastes traute er wenig zu. Deswegen durften Heußleins Engel Tyler und das Schweinfurter Schulkind Leni ebenfalls Platz nehmen. Beim 154. Stollen, den Innungschef Gerhard Götz in den Korb legte, kam der Balken in Bewegung.

    Für Heime, Tafel und soziale Weihanchtsfeier

    Die so ermittelten Christstollen werden in diesem Jahr in den Altenheimen in Birnfeld und Werneck, im Tafelladen Haßfurt und bei der sozialen Weihnachtsfeier der Stadt Schweinfurt verteilt. Im 23. Jahr führte die Innung die Aktion durch und hat insgesamt fast 3000 Christstollen verschenkt. In den Genuss kamen auch die Besucher des Weihnachtsmarktes, nachdem Heußlein zusammen mit Bürgermeisterin Sorya Lippert Stücke eines mehrere Meter langen Stollens verteilte. Erste Prominente, deren Gewicht im Stollen-Maß ermittelt worden ist, war die TV-Moderatorin Petra Schürmann. Im vergangenen Jahr brachte es Staatssekratärin Dorothee Bär auf 164 Päckchen - ebenfalls mit kindlicher  Zusatzbeschwerung.

    Werbung für den Berufstand

    Die Innung nutzte die Aktion auch dazu, in eigener Sache zu werben. Heußlein machte sich dafür stark, dass betriebliche und akademische Bildung gleichwertig sein sollen. Eltern sollten die Neigungen ihrer Kinder ausloten, ob sie nicht für einen handwerklichen Beruf geeignet seien und dort ihre berufliche Erfüllung finden könnten. Ehren-Innungschef Bernhardt erinnerte daran, dass viele handwerkliche Backstuben in ihrer Existenz bedroht seien: "Sie können nur  Backwaren anbieten, wenn die Verbraucher mit ihrem Einkaufsverhalten diese Genuss-Tradition erhalten." Dem stimmte auch Bürgermeisterin Lippert zu.

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