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    Schweinfurt

    Protest: 3500 Metaller fordern sichere Zukunft

    Keine Kündigungen, sondern Qualifizierung für neue Aufgaben: Das forderten 3500 Beschäftigte der Schweinfurter Metallbetriebe am Mittwochmorgen bei einer Protestaktion.
    IG-Metall Protestveranstaltung an der Hahnenhügelbrücke in Schweinfurt: Am Mittwoch forderten tausende Metaller Sicherheit für ihre Arbeitsplätze.  Foto: Anand Anders

    Für "Sicherheit in unsicheren Zeiten". Unter diesem Motto gingen am Mittwochmorgen 3500 Beschäftigte der Schweinfurter Großindustrie auf die Straße. Die Gewerkschaft warnte die Metallarbeitgeber eindringlich davor, nach neun Jahren Hochkonjunktur mit Sonderschichten und guten Gewinnen derzeitige Auftragsschwächen für Stellenabbau und -verlagerungen zu nutzen.

    Kaufkraft für die Region

    Schweinfurts IG-Metall-Chef Peter Kippes sowie die Betriebsratsvorsitzenden von SKF, Schaeffler, ZF und Bosch-Rexroth forderten vielmehr, jetzt in zukunftsträchtige Technologien zu investieren und tausende gut bezahlte Industriearbeitsplätze in Schweinfurt zu halten. Daran müsse auch die kommunale und überregionale Politik interessiert sein. Denn, so der DGB-Regionsvorsitzende Frank Firsching: Wenn auf dem Ortsschild der Stadt Schweinfurt auch "Hochschulstadt" stehe, so sei deren Kern doch die Industrie mit 20 000 gut bezahlten Arbeitsplätzen. Deren Kaufkraft sei wichtig für den Handel und den Wohlstand der ganzen Region.

    Weitere Aktionen könnten folgen

    Nach einer halben Stunde war die Protestaktion, an der sich auch Beschäftigte des Bosch-Rexroth-Werkes in Volkach und von Preh in Bad Neustadt beteiligten, beendet. Die IG Metall warnte schon mal: Sollten die Arbeitgeber die derzeitige Lage zum Stellenabbau nutzen wollen, werde diese Protestaktion nicht die einzige bleiben.

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