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    MARKTSTEINACH

    Realitätsnähe ist nicht sein Ziel

    Stimmungsmache: Der Schweinfurter Christian Müller bearbeitet seine Fotos digital nach, um seine gewünschten Effekte zu erzeugen. „Rush Hour“ soll die Gelassenheit inmitten der Hektik symbolisieren. Foto: Christian Müller

    Die Möglichkeiten der digitalen Fotografie haben den Schweinfurter Christian Müller zu seinem Hobby gebracht. „Ich bin durch Photoshop dazugekommen“, sagt der 28-jährige Unternehmensberater, der in Marktsteinach aufgewachsen ist. Bereits während des Studiums hat er Kurse besucht. „Eines Tages ging mir das Bildmaterial zur Bearbeitung aus, und ich habe beschlossen, mir eine Digitalkamera zu kaufen.“ Dabei lernte er die Bedeutung des Ausgangsmaterials schätzen und setzte sich verstärkt mit der Theorie der Fotografie auseinander. Alle Bilder auf dieser Seite sind nachbearbeitet. Zwei bis drei Stunden Zeit nimmt sich Müller für jedes Exemplar. „Ich lege Schärfungs- und Weichmacher übereinander und verrechne diese in unterschiedlichen Lichtmodi, um den Bildern einen surrealen Touch zu verpassen“, erläutert Müller, der sich zudem eines Grafiktabletts bedient. Viele Fotografen sehen die digitale Nachbearbeitung kritisch, weiß er: „Mir eröffnen Bildbearbeitungsprogramme aber die Möglichkeit, eine Stimmung so darzustellen, wie ich sie sehe oder gerne sehen will. Die Abbildung der Realität ist nicht mein Ziel.“

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