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    DINGOLSHAUSEN

    Regelungswut bis hin zur Größe des Hintern?

    Wahlkampfveranstaltung der CSU in Dingolshausen (von links): Gerlinde Martin (Bezirkstagskandidatin), Lothar Zachmann (Listenkandidat für den Landtag), MdB Christian Schmidt und die CSU-Direktkandidatin Barbara Becker. Foto: Martin Schlör

    Geht Europa vor die Hunde? Mit dieser im Landtagswahljahr ungewöhnlichen Frage luden Bürgermeister Lothar Zachmann für die CSU Dingolshausen, Fabian Weber für die Junge Union und Ilker Özalp für den Außen- und Sicherheitspolitische Arbeitskreis der CSU in Unterfranken in das Ortsteilzentrum „frei:raum“ ein.

    Die CSU-Landtagskandidatin Barbara Becker konnte den Bundesminister a.D. MdB Christian Schmidt als Redner gewinnen. Der ehemalige Landwirtschaftsminister setzte sich, nach musikalischer Begrüßung durch die Köhlerkapelle Dingolshausen, durchaus kritisch mit Bürokratisierungstendenzen auseinander, die er in der Arbeit der EU-Kommission sieht. „Bis ich Landwirtschaftsminister wurde, wusste ich nicht, dass es eine EU-Norm für die Hinterngröße bei landwirtschaftlichen Zugmaschinen gibt.“ EU-Verordnungen würden durch deutsche Gründlichkeit auf nationaler Ebene dann sogar noch verschlimmbessert, wie Schmidt anhand der Schlachtverordnung erklärte. Genau gegen diese „Regelungswut von der Bundes- bis zur Landkreisebene“ will sich die Unternehmensberaterin und Winzerin Barbara Becker ab Oktober im Bayerischen Landtag einsetzen, heißt es in einer Pressemitteilung der CSU.

    Da Schmidts politische Leidenschaft als langjähriger Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium die Sicherheitspolitik ist, unterstrich der Mittelfranke am Beispiel Litauens und dessen Grenze zu Russland die Notwendigkeit der EU. „Bei solch großen Dingen wie Sicherheitspolitik, aber auch Entwicklungs- und Asylpolitik brauchen wir Europas Einheit und Stärke“, so Schmidt. Auch wenn der so genannte Brexit – nach Schmidts Meinung herbei geführte durch eine gezielte Desinformationskampagne – „für Europa nicht erfreulich“ sei, so würden Politiker und die Mehrheit der Europäer die Notwendigkeit eines starken Europas aber anerkennen.

    Die Bezirksvorsitzende der Frauenunion, MdB Anja Weisgerber, warb abschließend darum, nicht zu vergessen, dass am 14. Oktober auch der unterfränkische Bezirkstag gewählt wird und die CSU mit der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Volkach, Gerlinde Martin, und der Listenkandidatin Christine Bender zwei „super engagiert Frauen“ als Kandidatinnen ins Rennen schickt.

    Bearbeitet von Klaus Vogt

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