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    Stadtlauringen

    Regenbogenkinder stechen in See

    Segeln in Theorie und Praxis für die Kinder der Regenbogenstation der Uniklinik Würzburg.  Willi Stretz hatte vor Jahren die Aktion ins Leben gerufen.
    Segeln in Theorie und Praxis für die Kinder der Regenbogenstation der Uniklinik Würzburg. Willi Stretz hatte vor Jahren die Aktion ins Leben gerufen. Foto: Thomas Reuß

    Es ist mittlerweile Tradition: Schon zum neunten Mal in Folge besuchten – weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit - Eltern und deren von Krebs genesende Kindern der Station Regenbogen der Uni-Kinderklinik Würzburg den Segelclub Ellertshäuser See-Schweinfurt (SCES).

    Will Stretz, langjähriger Jugendwart des SCES, kam seinerzeit am Rand einer privaten Feier mit Vertretern des Fördervereins der Kinderkrebsstation ins Gespräch. Und seine Frau Susi hatte die zündende Idee: „Du hast schon so vielen gesunden Kindern das Segeln gezeigt, das wäre doch auch mal was für die Regenbogenkinder.“  Gesagt, getan. Elterninitative und die Uniklinik waren von der Idee angetan, und seitdem sind die Regenbogenkinder, deren Geschwister und Eltern jedes Jahr zur Sommerszeit gerngesehene Gäste am Ellertshäuser See, so die SCES-Pressemitteilung.

    „Ich finde immer wieder problemlos genügend Segelfreunde, die sich für diesen Tag in den Dienst der guten Sache stellen“, sagt Willi Stretz, der nach wie vor zusammen mit seiner Frau Susi die Hauptlast bei der Veranstaltung trägt. Anna Badran, Sozialpädagogin und Betreuerin beim Psychosozialen Dienst der Klinik, ist bekennender Fan der Aktion: „Es geht immer sehr herzlich zu, für die Kinder ist es ein großes Abenteuer und das Ambiente hier am See – pure Entspannung für Körper und Seele.“

    Und auch bei der neunten Auflage konnten es die Gäste nach der kurzen Begrüßung kaum erwarten: Ausgestattet mit Rettungswesten ging es mit vier Kajütbooten und einem Kielzugvogel hinaus auf den See. Für fast alle war der Segelspaß ein Premierenerlebnis, das sie sichtlich genossen. Und einige ganz Mutige durften sogar mal das Steuer übernehmen und mit dem großen Segelboot anlegen.

    Nach der Mittagspause wurde es dann für die Kinder richtig ernst. Sie durften alleine im Jüngstenboot, dem Optimisten, einen Schlag über die Altenmünsterer Bucht segeln. Alle kamen heil und problemlos an und konnten kaum genug davon kriegen.  

    Am späten Nachmittag hieß es Abschied nehmen, ein bisschen Wehmut war schon dabei. Kleine Andenken und das Versprechen des SCES, auch im nächsten Jahr – dann zum zehnten Mal - wieder einzuladen, trösteten ein wenig. Der Dank galt dem Verein und allen Seglern, die ihre privaten Boote für die Aktion zur Verfügung stellten und vor allem Zeit mitbrachten, die vielen Fragen zu beantworten.

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    Bearbeitet von Andreas Knappe

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