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    Werneck

    Regenrückhaltebecken: Zustimmung bei sechs Gegenstimmen

    Für das geplante Baugebiet "Viehgrund" in Stettbach ist ein Regenrückhaltebecken in Erdbauweise erforderlich. Der Bau ist eine Auflage des Wasserwirtschaftsamtes und soll auf einem gemeindlichen Grundstück erfolgen, wie Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl in der Gemeinderatssitzung erläuterte. Der von der Gemeinde selbst gestellte Bauantrag erhielt die Zustimmung des Gremiums, allerdings bei sechs Gegenstimmen.

    Grund dafür war, dass ein Nachbar die Unterschrift verweigert hat und zwei weitere Anlieger sich in der Gemeinderatssitzung erst informieren wollten. Andreas Klenkert verwies darauf, dass der Rat bei seinen Entscheidungen üblicherweise Wert auf die Nachbarschaftsunterschriften lege. Deutlich machte Baumgartl, dass es keinen Alternativstandort für das Rückhaltebecken gebe. Seine Entscheidungen könne der Rat unabhängig von nachbarschaftlicher Zustimmung treffen.

    Die verweigerte Unterschrift hatte der Nachbar mit einer möglichen Durchfeuchtung seines angrenzenden Grundstücks begründet. Diese Gefahr konnte der Bautechniker der Gemeinde, Karl-Heinz Röhrich, nicht erkennen. Puffern soll das Becken nur außergewöhnliche Regenereignisse. Danach laufe es innerhalb einiger Stunden über den Lachgraben leer. Ein Überlaufen sei nicht möglich. Bei gewöhnlichem Regen würde gar kein Wasser aufgestaut. Von Gemeinderäten aus Schleerieth und Vasbühl war zu hören, dass in den dortigen Regenrückhaltebecken noch nie Wasser gewesen sei.

    Abgeschlossen wurde im vergangenen Jahr die Befahrung der Hauptkanäle in Zeuzleben, Mühlhausen, Schnackenwerth, Egenhausen, Schleerieth, Vasbühl, Eckartshausen und Rundelshausen. Jetzt steht in den acht Gemeindeteilen noch die Zustandserfassung von zirka 1800 Hausanschlussleitungen an, wofür das Ingenieurbüro Auktor 260 000 Euro angesetzt hat. Im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung ging nur ein Angebot von der Firma Kirsch und Sohn aus Gemünden ein.

    Der Rat vergab den Auftrag einstimmig für die angebotenen 248 323 Euro an die Firma. Befahren werden sollen die Leitungen zur Hälfte in diesem Jahr, die zweite Hälfte ist im kommenden Jahr dran.

    Ersetzt wird die Kühlanlage in der Aussegnungshalle im Friedhof Werneck, da für die betagte Anlage laut Bürgermeisterin Baumgartl keine Ersatzteile mehr zu bekommen seien. Das günstigste Angebot für eine Kühlanlage mit Montage unterbreitete mit 21 979 Euro die Firma KAKO-Kältekonzept aus Werneck. Sie wurde einstimmig beauftragt. Zustimmung erteilte der Rat auch einer Überschreitung des Haushalts, der nur 10 000 Euro vorsah. Da die Leichenhäuser in den umliegenden Gemeindeteilen keine Kühlung hätten, werde die Wernecker Anlage oft genutzt, sagte Baumgartl auf Nachfrage.

    Zustimmung erteilte der Rat dem Bauantrag für ein eingeschossiges Wohnhaus in der Schweinfurter Straße in Ettleben gegenüber dem Friedhof. Im Kellergeschoss plant der Bauherr eine Garage und eine Lagerfläche für eine Estrichfirma. Der Bebauungsplan weist das Grundstück als Garten- und Grünland im Außenbereich aus, was den örtlichen Gemeinderat Jürgen Niesner verwunderte. Die Zustimmung des Rates steht unter dem Vorbehalt, dass seitens des Landratsamtes keine Einwände bestehen.

    Grünes Licht gab der Rat bei zwei Gegenstimmen einem Bauantrag für ein Wohnhaus in der "Herrenmarter" in Eßleben. Verbunden war dies mit Befreiungen von den Festsetzungen hinsichtlich der eingeschossigen Bauweise, der Wandhöhe, der Dachneigung, der Dacheindeckung und der Dachfarbe, der Garagendachausführung, der Höhe von Einfriedungsmauern und der Baugrenzen für die Errichtung einer Laube. Bis auf die Einfriedungshöhe wurden in dem Baugebiet bereits solche Befreiungen erteilt, teilte die Verwaltung mit.

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