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    Grettstadt

    Rekordergebnis in der Waldwirtschaft

    Die Holzwirtschaft ist ein wichtiger Faktor im Gemeindewald Grettstadt. Die Kommune gehört mit 720 Hektar Wald zu den größten Waldbesitzern im Landkreis. Unterstützt wird die Gemeinde durch Revierförster der Blauwald GmbH. Foto: Ruth Volz

    Von einem Rekordergebnis in der Bewirtschaftung des Grettstadter Waldes sprachen Thomas Venus und Haiko Beisswenger als Vertreter der Blauwald GmbH, die durch die Gemeinde mit der Waldbewirtschaftung beauftragt ist. Insgesamt wurden aus dem Gemeindewald 1 979 Festmeter entnommen, davon 54 Prozent Industrie- und Brennholz und 41 Prozent Stammholz.

    Beisswenger informierte den Gemeinderat, dass elf Hektar Jungbestandsfläche ausgewiesen sind, im Eichig 300, im Oberholz 410, im Pflaumenholz 340 und im Waldgebiet Sandeiche 600 Bäume gepflanzt worden seien. Trotz der großen Trockenheit gäbe es einen guten Anwachserfolg mit nur zehn bis 40 Prozent Ausfall. 6000 Euro erzielte man durch den Verkauf von zertifizierten Saateicheln. 150 Alteichen wurden als Biotopbäume unter Schutz gestellt, wofür das Amt für Landwirtschaft und Forsten einen Zuschuss von 24 000 Euro gewährte.

    Beim Holzverkauf konnte man ein Rekordergebnis von 183 856 Euro erwirtschaften. Nach Abzug der Gesamtaufwendungen wurde statt der eingeplanten 56 000 Euro ein Überschuss von 119 000 Euro erzielt.

    Schwammspinnerbefall bereitet Sorgen

    Für das aktuelle Wirtschaftsjahr ist ein Einschlag von 1805 Festmetern vorgesehen, um den leichten Überstand der letzten 18 Jahre zu reduzieren. Einschläge sind in den Waldabteilungen Möör, Eichig (Eschen), Rohrreisig, Eichholz und Oberholz geplant. Sorgen macht unverändert das Eschentriebsterben, von dem fast alle Eschen im Gemeindebestand betroffen sind. Vermehrter Schadholzanfall wird auch bei der Kiefer erwartet, bedingt durch den letzten Hitzesommer mit vielen Tagen über 30 Grad.

    Die größten Sorgen bereitet der Schwammspinnerbefall an den Eichenbeständen. Neupflanzungen sind rund 3100 Stück auf 7,4 Hektar geplant. Dazu kommen Pflegemaßnahmen der Jungbestände auf 40 Hektar Waldfläche. Der Finanzplan ergibt einen möglichen Überschuss von rund 25 307 Euro. Betriebsnachweis und Forstbetriebsplanungen wurden ohne Gegenstimmen im Gemeinderat genehmigt.

    Für den Friedhof Untereuerheim soll eine neue Urnengräberreihe angelegt werden. Außerdem wird der Bauhof zwei neue Wege, unter anderem zur Wasserentnahmestelle, bauen.

    Kindergartenbeiträge werden angepasst

    Keine Unterstützung fand Bürgermeister Ewald Vögler im Ratsgremium für seinen Wunsch das neue Feuerwehrhaus (geplante Gesamtkosten zwei Millionen Euro) mit einem Generalunternehmer bauen zu wollen. Mit 5:12 Gegenstimmen schmetterten die Gemeinderäte seinen Vorschlag ab und entschieden sich für eine konventionelle Ausschreibungsform. Die Gemeinde erhält für den Neubau einen Zuschuss in Höhe von 186 900 Euro. Die vorzeitige Baufreigabe wurde bereits erteilt. Im Moment läuft die Prüfstatik.

    Die Beiträge für Kindergartenkinder ab drei Jahren werden um den von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Elternzuschuss um 100 Euro gesenkt. Für das Kindergartenjahr 2019/20 müssen die Beiträge neu angepasst werden, weil bei der Staffelung der Buchungszeiten eine jeweils zenprozentige Erhöhung vorgeschrieben ist.

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