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    KREIS SCHWEINFURT

    „Resolution greift zu kurz“

    Der Bund Naturschutz lehnt die geplanten 380-Kilovolt-Stromleitungen P43 und P44 ab. Die von MdB Anja Weisgerber initiierte Resolution allerdings wird er nicht unterzeichnen. Dies teilt Herbert Barthel, Referent für Energie und Klimaschutz mit.

    Aus Sicht des Bund Naturschutz greift die Resolution zu kurz. So habe man bereits 2012 gefordert, dass vor der Netzentwicklungsplanung eine öffentliche Alternativenprüfung eines dezentralen Energiekonzeptes für Deutschland durchgeführt werden muss. Die Bundesregierung habe bislang aber die Untersuchung dezentraler Konzepte und Systeme abgelehnt. Eine nachhaltige Bewertung des Bedarfs für SuedLink oder deren Ersatzleitungen P43 und P44 sei nie erfolgt. „Der Bund Naturschutz in Bayern kann daher diese Resolution nicht unterzeichnen“, heißt es.

    Dem pflichtet auch Edo Günther, der Vorsitzende der Kreisgruppe Schweinfurt im Bund Naturschutz, bei. „Von der Bayerischen Staatsregierung wird uns erzählt, es ginge um Versorgungssicherheit und Energiewende. Aber SuedLink gemeinsam mit P43 und P44 soll Teil eines europäischen Stromverbundes werden. Diese Planungen müssen aus unserer Sicht in einer Strategischen Umweltprüfung auf europäischer Ebene vorgestellt und öffentlich diskutiert werden.

    Aber dies geschieht nicht – das ist ärgerlich und undemokratisch“, kritisiert Günther.

    Und weiter: „Wir stellen die Fragen nach dem Bedarf seit Beginn der Netzentwicklungsplanung, aus der 2015 dann P43, P44 und SuedLink entstanden sind.“ Die Energiewende könne nachhaltig nur dezentral umgesetzt werden, ist die Meinung des bund Naturschutz.

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    Bearbeitet von Irene Spiegel

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