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    SCHWEINFURT

    Richtigstellung: Veterinäramt hat Zahlen genannt

    Symbolbild: Landratsamt Schweinfurt Foto: Anand Anders

    In unserer Berichterstattung über Missstände in Schlachthöfen („Ein Amtstierarzt packt aus“ und „Veterinärämter haben zu wenig Personal“) vom Freitag, 7. September, ist uns ein Fehler passiert: Dem Leiter des Veterinäramtes Schweinfurt, Thomas Wiethe, wird in Bezug auf Verstöße gegen das Veterinärrecht und daraus resultierende ordnungsrechtliche Folgen wie Strafanzeigen unterstellt, er wisse nicht, wie oft das in seiner Behörde schon der Fall gewesen sei. Auf eine entsprechende schriftliche Anfrage dieser Redaktion aber hat das zuständige Landratsamt Schweinfurt sehr wohl per E-Mail detailliert und mit Zahlen geantwortet. Diese Antwort war von der Redaktion übersehen worden und ist deshalb nicht in die Berichterstattung eingeflossen. Dafür bitten wir um Entschuldigung!

    In einem Fall gab es eine Strafanzeige

    Laut Landratsamt-Sprecherin Uta Baumann wurden im Jahr 2017 aufgrund von Verstößen gegen das Veterinärrecht (ohne Lebensmittelrecht) in 15 Fällen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. In 22 Fällen, so Baumann weiter, wurde aufgrund von Verstößen ein Verwaltungsverfahren (Anordnung von Maßnahmen) eingeleitet. In einem Fall sei „gegen einen Landwirt aufgrund eines tierschutzrechtlichen Verstoßes“, der allerdings „nicht den Schlachtbetrieb“ betroffen habe, eine „Strafanzeige erstattet“ worden.

    Weiter teilt das Landratsamt Schweinfurt mit, dass im Jahr 2017 keine Fälle bekannt geworden seien, in denen verletzte Tiere angeliefert wurden, die pathologisch-anatomisch untersucht wurden. Auch hätten sich im vergangenen Jahr keine Bauern oder Schlachtbetriebe über Amtstierärzte beschwert.

    Berichterstattung geht weiter

    Verwundert zeigte sich das Landratsamt auch über die Tatsache, dass das Veterinäramt Schweinfurt als einziges zu den von Amtstierarzt Björn Z. kritisierten Missständen befragt worden war. „Und das, obwohl in unserem Landkreis nur handwerkliche Schlachtbetriebe existieren und kein größerer Schlachthof, in anderen Kreisen aber sehr wohl“, so Baumann.

    Dies sowie das überwältigende Leser-Interesse nehmen wir zum Anlass, um weiter über das Thema zu berichten. Alle unterfränkischen Veterinärämter werden wir um die Beantwortung der zentralen Fragen zu Verstößen gegen das Veterinärrecht bitten.

    scht/ach

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