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    Röthlein

    Röthlein hat solides Finanzpolster

    Die Röthleiner Bürgerversammlungen sind immer lang - so auch die zwölfte und letzte, die Bürgermeister Albrecht Hofmann in seiner Amtszeit veranstaltete. Drei Stunden ging es in der gut besuchten Röthleiner Turnhalle um die Großgemeinde; um das, was im vergangenen Jahr geleistet wurde, wie es finanziell aussieht und was, teils schon angestoßen, zukünftig auf die im März neugewählten Verantwortlichen zukommen wird.

    Um es gleich mal vorweg zu nehmen: Aktuell sieht es finanziell ziemlich gut aus, wie Geschäftsleiter Simon Göbel kurz umriss. Er präsentierte "starke Zahlen": Keine neuen Kreditaufnahmen, eine im landesweiten Vergleich extrem niedrige Prokopf-Verschuldung und solide Rücklagenpolster. Göbel führte weiter aus, dass der Gemeinderat erst kürzlich den Antrag auf Aufnahme ins Städtebauförderungsprogramm beschlossen hat, ein Projekt für die nächsten zehn bis 15 Jahre mit einem Fördertopf für alle drei Gemeindeteile.

    50 Projekte zur Ortsverschönerung

    Insgesamt geht es um knapp 50 verschönernde Projekte im Ortskernbereich. Genannt wurden hier die Neugestaltung des Einmündungsbereiches Barthstraße (Röthlein), die Anbindung ans Kloster (Heidenfeld) und das Bürgerhaus (Hirschfeld), weitere Projektinformationen gab es an drei Stellwänden.

    Gut angenommen  wird laut Geschäftsleiter die Abriss- und Entsorgungsförderung, darüber hinaus gibt es noch bis zum 31. Oktober 2020 die kostenfreie Erstbauberatung. Wolfgang Wegner wunderte sich über die "nicht zielführenden" unterschiedlichen Planungsansätze rund um die Röthleiner Sportplatzstraße. Wie Albrecht Hofmann erläuterte, greifen hier verschiedene Förderprogramme, sprich unterschiedliche Maßnahmen werden nötig, letztendlich jedoch, wie auch Gemeinderat Peter Gehring erklärte, wird das Areal mit Graben- und Straßensanierung und einem Mehrgenerationenspielplatz planungstechnisch schon ganzheitlich betrachtet.

    Traditionell berichtete der Bürgermeister auch wieder von erledigten Anfragen aus der letzten Bürgerversammlung. Gewünscht war die Ausweisung eines neuen Hirschfelder Baugebietes (Emil Stock), da waren die Grundstückspreisforderungen der Gemeinde zu hoch, aktuell sind die Bauwilligen auf der Liste für das neue Heidenfelder Baugebiet. Da läuft die Erschließung und die Interessierten werden wohl zeitnah angeschrieben. Der Kaufpreis wurde auf 145 Euro/m² festgelegt.

    Randalierende Jugendliche

    Ein privater Sicherheitsdienst kümmerte sich in den zu Ferien um das Problem randalierender Jugendlicher, das übrigens auch die anderen Mainbogengemeinden betrifft, dazu wurde auf dem TSV-Gelände, wie Bernd Wehner berichtete, ein Pavillon errichtet als Aufenthaltsort für die Jugendlichen, seitdem ist Ruhe.

    Untersucht wurde in Röthlein der Schmutzwasserkanal (Wolfgang Wegner) und dabei festgestellt, dass dort in zwei Systemen entwässert wird. Mit dem vom Fachbüro empfohlenen Einbau einer Luftblase soll nun der Druck in den Leitungen minimiert werden, damit kein Regenwasser mehr in die Häuser dringt.

    Auch der marode Zustand des Waldes rund um Röthlein war wieder Thema, Totholz allerdings - so der Bürgermeister - wird als Nistplatz oft bewusst nicht entfernt, trotzdem bat Erwin Wolf erneut, den Wald mit jungen Bäumen aufzuforsten.

    Der Prozessionsaltar am Hirschfelder Friedhof wurde versetzt, nun kann der Vorplatz, wie es Erwin Koch angesprochen hatte, neu angelegt werden.      

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