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    KÜTZBERG

    Rückblick auf neun Jahrzehnte Vereinsgeschichte

    Reinhold Stahl garnierte seine Festrede zum Jubiläum des TSV Kützberg mit persönlichen Erinnerungen. Foto: Hans-Peter Hepp

    Mehr als 200 Eichen mussten weichen, damit der TSV Kützberg seinen ersten Sportplatz an der Bauholzspitze errichten konnte. Reinhold Stahl, Alt-Bürgermeister und Schirmherr der Jubeltage, nannte dieses und andere Details bei seiner Festansprache zu „90 Jahre TSV Kützberg“. Ins gut besuchte Festzelt waren zahlreiche Vertreter der Nachbarvereine und der Sportvereine gekommen. Bürgermeister Ludwig Nätscher vertrat die politische Gemeinde, Pfarrerin Corinna Bandorf die evangelische Kirche.

    Reinhold Stahl freute sich mit dem TSV über dieses „großartige Jubiläum“ und nannte in seiner Festrede die wichtigsten historischen Daten des Vereins. Er erinnerte an die Gründung im Jahr 1928 zur Zeit der Weimarer Republik und an die Einweihung des ersten Sportplatzes im Bauholz. Nach dem zweiten Weltkrieg gelang schnell der Wiederaufbau des Vereins. In Kützberg wurden mehr Sportarten angeboten und die Zahl der Mitglieder stieg stetig. Im Jahr 1967 wurde das für seine Zeit vorbildliche Vereinsheim eingeweiht, 1979 erweiterte der TSV sein Sportgelände. Nur wenige Jahre später, 1985, wurde der „Umzug“ des Vereins an die jetzige Adresse, an den Euerbacher Weg, in die Wege geleitet. Es dauerte fünf Jahre, bis 1993 der TSV Kützberg an neuer Stelle seinen Spielbetrieb wieder aufnehmen konnte.

    Reinhold Stahl garnierte den Blick in die Geschichte mit persönlichen Erinnerungen an die Vorstände des Vereins und an Diskussionen im Gemeinderat. Unermüdlich, so Stahl, habe sich der damalige Vorsitzende, Paul Schmelzer, für seinen TSV eingesetzt, und mit Jürgen Hartmann, dem jetzigen zweiten Bürgermeister von Poppenhausen, hat der TSV einen wichtigen Fürsprecher im Gemeindeparlament.

    In der Begrüßung hatte Isa Kavak, der erste Vorsitzende des TSV, seinen Verein vorgestellt. Rund 400 Mitglieder zählt das Geburtstagskind 2018 und feiert im Fußball (zusammen mit den Euerbachern) große Erfolge. Aber auch im Tennis, Korbball oder bei der Gymnastik leisten die Übungsleiter mit ihren Sportlern gute Arbeit. Kavak unterstrich die Bedeutung der Jugendarbeit, verwies auf die eigenen Bambini-Kicker und auf den Tennis-Schnupperkurs für Kindergarten-Kids. Er möchte mit dem TSV auch vermehrt Angebote für Senioren schaffen.

    In kurzen Grußworten gratulierten Ludwig Nätscher für die politische Gemeinde und die beiden Sportfunktionäre Kurt Vogel (BLSV) und Gottfried Bindrim (BFV). Erich Hemmerich aus Geldersheim übernahm die Aufgabe, für die benachbarten Sportvereine beste Grüße auszurichten. Berthold Stahl, der selbst in Kützberg Tennis spielte, lobte für die Sparkasse den Verein und dessen Werdegang. Walter Schmitt (Eigenheimer & Feuerwehr) und Walter Bräutigam (Wanderclub) bestätigten in ihren Wortmeldungen das gute „Miteinander“ der Kützberger Vereine. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Jugendblasorchester unisono unter der Leitung von Jörg Schöner.

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