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    Schweinfurt

    SKF: 800 Fenster werden geprüft

    Endlich geht's los: Fachleute prüfen nach dem Ansturz zweier Fenster im letzten Sommer die Stabilität der Brüstungsscheiben am SKF-Hochhaus. Viel Arbeit, bei insgesamt rund 800 Scheiben. Foto: Klara Weigand

    Es war ein glücklicher Zufall, dass in diesem Moment im letzten Sommer gerade niemand die markante, 13-stöckige SKF-Zentrale in der Gunnar-Wester-Straße betreten oder verlassen hat. Ohne jede Vorwarnung stürzten da zwei geborstene Brüstungsscheiben in die Tiefe, eine vom zweiten, eine vom zwölften Stockwerk. Eine der Scheiben schlug auf dem Vordach des Eingangs auf.

    Hat große Hitze die Fenster gesprengt?

    Seitdem schon ist der Zugang zur SKF-Verwaltung über das Hauptportal an der Gunnar-Wester-Straße aus Sicherheitsgründen gesperrt. Auch die Parkplätze vor dem Gebäude können bis heute nicht genutzt werden. Was war nun die Ursache für den Ansturz der beiden Brüstungsfenster? Vermutet wird, dass sich das Material aufgrund der tagelangen, sehr starken Hitze ausgedehnt hat und die Scheiben dann zersprungen sind. 

    Die Ursachenforschung hat recht lange gedauert und die Frage, wer für die Folgen und die Überprüfung der intakten rund 800 Brüstungsscheiben aufzukommen hat, war offenbar keine leicht beantwortbare.  An diesem Montag aber ist "Sanierung am SKF-Verwaltungsgebäude angelaufen", wie das Unternehmen mitteilt. Die Rede ist von "qualitativen Mängeln an der Glasfassade".

    Aufwand zeitmäßig nicht abschätzbar

    Nachdem die beiden Brüstungsscheiben sich gelöst hatten und zu Boden gestürzt waren, wurde – um "eine Gefährdung auszuschließen" – das Gebäude herum "sofort großflächig abgesperrt", sowie eine Qualitätsüberprüfung eingeleitet. "Die Ergebnisse liegen nun vor und führten zu der Entscheidung, alle vergleichbaren Teile der Fassade detailliert zu überprüfen und im Bedarfsfall einen entsprechenden Austausch durchzuführen", so die Mitteilung der SKF.

    Da rund 800 Scheiben an der Fassade zu überprüfen sind, bedeute dies für die ausführende Fassadenbaufirma eine "sehr zeitintensive Arbeit". Wie lange die sich in etwa hinziehen wird, könne nicht konkret eingeschätzt werden, hieß es auf Nachfrage dieser Redaktion.

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