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    Schweinfurt

    SPD: Förderung nutzen für mehr Elektrotankstellen

    Mehr Stromtankstellen braucht das Land: Die Schweinfurter SPD fordert von der Stadt, sie solle die Stadtwerke ermuntern, ein neues Förderprogramm des Verkehrsministeriums zu nutzen, um schneller mehr Stromtankstellen zu bauen. Foto: dpa/Lino Mirgeler

    In Schweinfurt gibt es sechs öffentlich Elektrotankstellen der Stadtwerke Schweinfurt für E-Autos. Abgerechnet wird nach Zeit, der Preis je Stunde hängt von der in Anspruch genommen Ladeleistung ab. Für die kommenden Jahre zeigen Prognosen, dass mit einem deutlichen Anstieg des Verkaufs von Elektroautos zu rechnen ist. Experten sagen bis 2020 voraus, dass dann eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen rollen. Dementsprechend wichtig ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur, gerade auch in Städten wie Schweinfurt, das sich ein ambitioniertes Klimaschutzkonzept gegeben hat.

    Ausbau von Ladestationen beschleunigen

    SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Hofmann stellte nun einen Antrag an Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU), die Stadtwerke als städtische Tochter zu ermutigen, ein neues  Förderprogramm des Bundes in Anspruch zu nehmen, um die ohnehin vorhandenen Pläne zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Stadt zu beschleunigen. Hofmann erläutert, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) jüngst verkündet habe, man bringe "den Strom gezielt zu den Autos“. Dafür stelle sein Ministerium weitere 70 Millionen Euro für den Ausbau von öffentlich zugänglichen E-Ladestationen bereit. Mit diesem Förderprogramm Ladeinfrastruktur sollen Ladesäulen in die Fläche und der Strom zu den E-Autos gebracht werden. Bei den ersten beiden Förderaufrufen seien mehr als 3000 Anträge eingegangen, über 15 000 Ladepunkte wurden laut Hofmann damit bewilligt.

    Jetzt soll  auch ein neues Standort-Tool zum Einsatz kommen, mit dem gezielt die „weißen Flecken“ im Ladeinfrastrukturnetz beseitigt werden. Für die Gebiete mit besonders hohem Bedarf wurde laut SPD die Förderquote durch den Bund auf 50 Prozent der förderfähigen Kosten erhöht. Neben der Errichtung der Ladesäule würden auch der Netzanschluss und die Montage gefördert. Die Förderung könne von privaten Investoren, Städten und Gemeinden seit Ende November noch bis zum 21. Februar 2019 beantragt werden, schreibt Hofmann. 

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