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    Schweinfurt

    SPD fordert blühende Gärten

    Unterstützung für Privatleute, Blühpflanzen in ihren Gärten anzupflanzen, fordert die SPD in einem Antrag an die Stadtverwaltung. Foto: Julian Stratenschulte

    Honigbienen, Wildbienen und Schmetterlinge sind in der Natur unersetzlich und leisten einen grundlegenden Beitrag zur Fülle der Tiere und Pflanzen und damit auch zu unserer Ernährung. Das sollte nicht erst seit dem Erfolg des Volksbegehrens für mehr Artenschutz im Frühjahr in Bayern klar sein. Die Lebensbedingungen vieler heimischer Insekten und Wildkräuter haben sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verschlechtert, ihre Bestände sind gesunken. Ein Grund dafür ist neben dem Flächenverlust die Intensivierung der Landwirtschaft: Im Sommer gibt es in der Flur immer weniger Wildkräuter auf und an den Feldern und Wiesen.

    Eine Maßnahme, um dem Artenschwund gezielt entgegenzuwirken, ist die Anlage von Blühflächen durch Ansaat von Blühmischungen auf Ackerflächen. Diese Blühflächen bieten Lebensraum, Nahrungsgrundlagen und Rückzugsmöglichkeiten für verschiedenste Tierarten. Viele Insekten wie Bienen und Schmetterlinge besuchen die Blüten gerade im Frühling und Sommer zur Nahrungsgewinnung. Im Winter stellen die Blühbrachen für Vögel energiereiche Samen als überlebenswichtige Nahrung bereit.

    Im Namen der SPD-Fraktion stellte nun Stadtrat Joachim Schmidl an die Verwaltung den Antrag, ein Konzept zur Forderung der freiwilligen Bepflanzung privater Garten mit Blühpflanzen zu entwickeln, durch Beratung oder auch kostenlose Abgabe von Saatgut zu unterstützen. Außerdem solle die Verwaltung erläutern, "wie viele und welche kommunalen Liegenschaften derzeit mit Bluhpflanzen bepflanzt sind und welche Flachen noch mit Bluhpflanzen bepflanzt werden konnen."

    Schmidl erklärt, der fruhere CSU-Landtagsprasident Alois Gluck habe darauf hingewiesen, dass "neben den Landwirten gerade auch die offentliche Hand in der Pflicht ist." Auch Schweinfurt, so Schmidl, "muss dazu einen Beitrag leisten." Darüber hinaus solle man Privatleute unterstützen, ihre Gärten umzugestalten. Man könnte zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Gartenbauverein und den Imkern ein Konzept vorlegen, schreibt Schmidl.

    Wichtig ist ihm auch, dass bei "bepflanzten und bepflanzbaren Liegenschaften, die im Eigentum der Stadt stehen, grundsatzlich darauf geachtet werden soll, dass dort keine kunstliche Bepflanzung erfolgt, sondern Raum fur Bluhpflanzen ist. Bereits anderweitig bepflanzte Flachen sollen nach Moglichkeit nach und nach in Bluhobstwiesen umgewandelt werden."

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