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    Werneck / Würzburg

    Schließung der Wäscherei des Bezirks wird wahrscheinlicher

    Ein ursprünglich geplanter Neubau wird wohl nicht kommen. Grund ist die Kostenexplosion bei dem Vorhaben. Warum soll der Bau plötzlich doppelt so viel kosten wie gedacht?
    Die Wäscherei der Wernecker Bezirkseinrichtung steht vor dem Aus. Foto: Gerald Gerstner

    Die Nachricht kam unerwartet: Der Bezirk Unterfranken plant, die zentrale Wäscherei des Bezirks auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses Werneck zu schließen. Dabei hatte der Bauausschuss noch vor kurzem sehr positiv über einen Neubau gegenüber dem historischen Gebäude diskutiert. Von einer Schließung wären knapp 30 Mitarbeiter betroffen. Nach einer Diskussion im Bezirksausschuss am Dienstag sind die Chancen für die Wäscherei nicht gestiegen. Das Gremium verständigte sich darauf, von dem Architekten eine genaue Darstellung der von ihm ermittelten Baukosten anzufordern.

    Tatsächlich irritiert der erhebliche Kostenanstieg auf 14 Millionen Euro. Eine Machbarkeitsstudie war noch 2017 von der Hälfte ausgegangen. Eine erste Überprüfung ergab mögliche Einsparungen von gerade einmal 700 000 Euro. Zudem könnte die Endrechnung sogar noch höher ausfallen, da die Kosten für das Grundstück noch nicht eingerechnet sind.

    Personalrat kritisiert Planung

    Aus der Kämmerei kommt die eindeutige Empfehlung, auf einen Neubau zu verzichten und die Wäsche an einen externen Anbieter zu vergeben. "Den Preis, den ein freier Anbieter pro Kilo Wäsche nimmt, können wir niemals erreichen", stellte Jürgen Oswald, Geschäftsleiter der Krankenhäuser des Bezirks fest. Er geht bei einer Fremdvergabe von jährlichen Einsparungen von bis zu 1,5 Millionen Euro aus.

    Der Personalrat kritisiert unterdessen die allein auf Wirtschaftlichkeit ausgelegte Planung. Er möchte zudem im Fall einer Schließung einen Sozialplan und sichergestellt wissen, dass die Mitarbeiter weiterhin im Bezirk beschäftigt werden.

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