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    Gochsheim

    Schöppenellersee in Gefahr

    Ist der Schöppenellersee noch zu retten? Der Teich in der Jahnstraße war schon Thema in der Bürgerversammlung gewesen. Jetzt befasste sich auch der Gemeinderat damit. Das stehende Gewässer ist stark mit Algen und Blätterbefall belastet. Das führe laut Bürgermeisterin Helga Fleischer dazu, dass das Wasser immer wieder umkippe. Die Folge: Verschlammung, modernde Pflanzen und ein übler Geruch.

    "Der Schöppeneller ist für Anwohner eine Zumutung. Es stinkt erbärmlich", wetterte Jürgen Sander. Fleischer hatte zwar erst kürzlich eine gänzlich andere Wahrnehmung. Allerdings räumte sie ein, dass erst vor kurzem ein Wasseraustausch vorgenommen worden sei. Gaby Geyer wollte es genauer wissen: "Die Bürgerversammlung war im März. Jetzt wurde erst reagiert?", fragte sie. Die Bürgermeisterin entgegnete, dass das Algenproblem anfangs nicht so stark gewesen sei. Vor ein paar Wochen sei der See dann abgesaugt worden.

    Probleme mit der Pumpe

    Klaus Wörner bemängelte, dass die Pumpe nur eine Stunde täglich laufe. Außerdem sei die Fontäne so stark, dass die Gischt ans Fenster eines Anwohners spritze. Er schlug den Einsatz eines Wasserrades zur Belüftung des Gewässers vor. Jürgen Bernhardt meinte, dass Schilf und Seerosen helfen würden. Fleischer räumte die Probleme mit der Pumpe ein. Sie sei oft verschlammt und müsse ständig gereinigt werden. Sie erinnerte sich, dass früher Rentner ehrenamtlich den See gereinigt hätten, so dass der Blätterbefall nicht im Wasser verfaulte. Die rüstigen Helfer stünden jetzt allerdings nicht mehr zur Verfügung.

    Das Thema Schöppenellersee wurde in der an die Sitzung anschließende Bürgerfragestunde von Karl Günzel noch einmal aufgegriffen. Er erinnerte sich, dass der Teich früher kein stehendes Gewässer gewesen sei, sondern durch einen Zulauf gespeist worden sei. Fleischer informierte, dass der Zulauf unterbrochen worden sei, da bei Starkregen die Allee regelmäßig unter Wasser gestanden habe. Man könne den Zulauf ja regulieren, insistierte Günzel. Auch für den Laubbefall hatte er eine Idee: "Man könnte den See im Herbst abplanen." Fleischer versprach, die Vorschläge prüfen zu lassen.

    Der Schöppeneller beschäftigte die Besucher auch nach der Sitzung noch. Vor Jahrzehnten sei das Wasser so sauber gewesen, dass die Kinder drin gebadet hätten, trauerte eine Besucherin der Vergangenheit nach.

    Fleischer trug noch weitere Einwendungen aus den Bürgerversammlungen vor und berichtete, wie darauf reagiert wurde. Die Redebeiträge hätten ausschließlich die Verwaltung in die Pflicht genommen. Es habe keine Probleme gegeben, mit denen sich der Gemeinderat hätte befassen müssen.

    So konnte sie berichten, dass man der Anregung gefolgt sei, auf dem Spielplatz in Weyer hinter der BayWa ein Kleinkindspielgerät aufzubauen. Allerdings habe der Platz lediglich für ein Federtier ausgereicht.

    Mit der Main-Post sei gesprochen worden, damit sich die Zustellung des Ortsnachrichtenblattes verbessere. "Keine Beschwerden in den letzten Wochen", vermeldete Jürgen Mayerl, dass es offensichtlich gefruchtet habe.

    "Das Rattenproblem wurde bekämpft"

    Das Rattenproblem sei bekämpft worden und im Friedhof in Weyer sei wunschgemäß eine zusätzliche Restmülltonne aufgestellt worden, zählte Fleischer weiter auf.

    Keine Abhilfe schaffen habe man können zur Beschwerde der Sichtbehinderung durch Garagen in der Grettstadter Straße. Fleischer berichtete, dass die Polizei darin keine Verkehrsbeeinträchtigung gesehen habe.

    Die Verwaltung habe das EVU mit der Überprüfung von LED-Straßenbeleuchtung beauftragt, weil eine übermäßige Blendwirkung beklagt worden sei.  

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