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    Schwanfeld

    Schulsanierung mit elf Millionen Euro taxiert

    In der "Erweiterung Norden" des Schwanfelder Friedhofs sollen weitere Kurzgräber und eine Fläche für Urnenbestattungen entstehen. Foto: Hans-Peter Hepp

    Der neue Zufahrtsweg zum Schwanfelder Friedhof soll breiter als geplant werden. Dies beschloss der Gemeinderat bei einer Besichtigung. Mindestens 2.50 Meter, so der neue Richtwert, soll der Weg werden. Ursprünglich war dieser in der Planung mit einer Breite von 2,20 vorgesehen. Bürgermeister Richard Köth hatte die Planungsunterlagen mit in den Gottesacker gebracht und verschiedene Varianten vor Ort gezeigt. Nach einer Diskussion einigten sich die Räte außerdem, die bestehenden Grabreihen auf der bisher ungenutzten Seite des Mittelwegs, fortzusetzen. Die Fläche für die Urnenbestattung soll näher an die Friedhofsmauer verlegt werden, vor Ort einigte man sich auf eine Annäherung von zwei Metern zum Gemäuer. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefällt. Zu Beginn seiner Ausführungen hatte der Rathauschef informiert, dass man den Verlauf des alten Kanals gefunden habe, er verläuft parallel zur Mauer in einem Abstand von 1,60 Meter.

    Beim Ortstermin an der Schule fand der Gemeinderat keine Einwände gegen ein ebenerdiges Trampolin auf gemeindlichem Grund, das die Schulleitung dort errichten möchte. Der einstimmige Beschluss verweist aber auch auf die Möglichkeit, dass das Spielgerät entfernt werden muss, sobald Schwanfeld die Fläche für andere Zwecke benötigt.

    Vier Stellplätze neben einem neuen Doppelhaus dürfen im Röthenweg gebaut werden. Der Gemeinderat gab für den Bauantrag grünes Licht und bewilligte vier Befreiungen vom Bebauungsplan einstimmig. Richtig schwer tat sich dagegen das Gemeindeparlament mit der geplanten Errichtung eines Carports. Die unterschiedlichen Argumente führten zur Vertagung des Antrags und zu einem Ortstermin. In der Goethestraße – dort soll die neue Kfz-Überdachung entstehen - würde das bisher einheitliche Straßenbild gestört werden, einige Ratsmitglieder befürchten einen Präzedenzfall.

    Elf Millionen Euro wird wohl die Generalsanierung der Schule kosten, umgerechnet auf die vorliegenden Kinderzahlen müsste Schwanfeld davon 3,6 Millionen Euro übernehmen. In dieser ersten Kostenschätzung ist eine Sanierung der Turnhalle nicht vorgesehen. Der Gemeinderat beauftragte einstimmig eine detaillierte Kostenermittlung als ersten Schritt zum sanierten Schulgebäude.

    Einstimmig sprachen sich die Gemeinderäte gegen den Willen Waigolshausens aus, den Schulsprengel zu wechseln und die Kinder aus Hergolshausen und Theilheim künftig nach Werneck zum Unterricht anzumelden.  Nach den vorliegenden Zahlen würden der Grundschule in Schwanfeld damit 31 Kinder fehlen, die geplante "zweizügige Grundschule" wäre stark gefährdet.

    3300 Euro überwiest die Gemeinde an den Schwanfelder Sportverein als Pauschale für die Sportbetriebsförderung. Nach dem "Schwebheimer Modell" fördert die Gemeinde eine Freizeit der KJG mit rund 1300 Euro. Beide Beschlüsse wurden ohne Gegenstimme gefasst. Und über einen Zuschuss von 600 Euro kann sich der Heimat- und Kulturverein für die Ausrichtung des Jahrmarkts freuen.

    Richard Köth verriet den Gemeinderäten, was eine Toniebox so alles kann. Seine Enkel überraschten so mit persönlichen Grüßen, Liedern und Geschichten. Drei dieser Boxen wird die Gemeindebibliothek in ihr Sortiment aufnehmen und verleihen. Dem Ankauf der Tonieboxen und der damit verbunden neuen Benutzerordnung  und den neuen Gebühren stimmten die Gemeinderäte ausnahmslos zu.

    Über den sorgsamen Umgang mit Wasser aus Bächen und anderen Gewässern informierte Richard Köth. Er verlas ein Schreiben der bayerischen Staatsregierung.  Die Gemeinde Schwanfeld wird keine Stellungnahme zum in Egenhausen geplanten neuen Baugebiet abgeben. Die Schwanfelder Interessen sind davon nicht betroffen, meinte die Verwaltung, der Gemeinderat pflichtete dem bei.

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