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    Schwanfeld

    Schwanfeld: Pro-Kopf-Verschuldung sinkt auf 50 Euro

    Auf rund sieben Millionen Euro beläuft sich der Haushalt von Schwanfeld für 2019: Kämmerin Marliese Hofmann legte dem Gemeinderat das umfassende Zahlenwerk vor und entschuldigte sich, dass man in diesem Jahr "spät dran" sei.

    Der Verwaltungshaushalt besitzt ein Volumen von 3,9 Millionen Euro, die größten Einnahmen stammen aus der Einkommensteuer (1,2 Millionen Euro), den Schlüsselzuweisungen und der Gewerbesteuer. Die Kreisumlage mit 660 000 Euro steht bei den Ausgaben aus dem Verwaltungshaushalt ganz oben, auch die VG-Umlage und die Abgaben an den Schulverband belasten den Verwaltungshaushalt. Der Vermögenshaushalt liegt bei rund 3,1 Millionen Euro. Alleine 2 Millionen Euro stehen als Rücklagenentnahme in den Büchern, dem steht aber beinahe der gleiche Betrag, nämlich 1,9 Mio € als Zuführung  zu den Rücklagen gegenüber.

    Die Gemeinde hat ihre Schulden (Vergleich 31.12.18 und 31.12.19) von fast 107 000 Euro auf rund 93 000 Euro verringert, umgerechnet für die Pro-Kopf-Verschuldung ergibt  sich ein Wert von 50 Euro (Vorjahr: 58 Euro). Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat den Haushalt, die Haushaltssatzung und den Finanzplan. Bürgermeister Richard Köth erwartet wie die Kämmerin Marliese Hofmann in absehbarer Zeit – das konnte aus dem Finanzplan für die nächsten Jahre entnommen werden – einen möglichen Anstieg der Schulden. Für die nächsten Groß-Projekte müsse man wahrscheinlich  Kredite aufnehmen, urteilten beide angesichts der anstehenden Baumaßnahmen. Allerdings können mögliche Fördermittel in den Kalkulationen noch nicht berücksichtigt werden.

    Doris Neuhoff legte – stellvertretend für das fünfköpfige Gremium – den örtlichen Rechnungsprüfungsbericht für das Jahr 2017 vor. Sie bescheinigte der Verwaltung einen verantwortungsvollen Umgang mit den finanziellen Mitteln und lobte die offen gelegten Unterlagen. Die Details verlas Protokollführer Thomas Lintl. Die Prüfer hatten Schwerpunkte herausgearbeitet und anhand von einzelnen Projekten Unterschiede von Planungskosten und den tatsächlichen Rechnungen untersucht. In vielen Fällen entsprach der Rechnungsabschluss den vorher kalkulierten Werten oder lag nur unwesentlich darüber. Das gleiche traf für die geprüften Posten im Haushaltsplanungen zu.  In der Summe hat Schwanfeld 2017 rund 120 000 Euro mehr ausgegeben als geplant, die Mehrausgaben blieben unter fünf Prozent. Die örtlichen Rechnungsprüfer verwiesen auf die gestiegenen Personalkosten im Haushalt und votierten für eine digitale Arbeitszeiterfassung. Einstimmig stellte der Gemeinderat das Jahressrechnungsergebnis für 2017 fest und entlastete erwartungsgemäß die Verantwortlichen im Rathaus.

    Der nächste Bürgermeister/die nächste Bürgermeisterin wird seine Arbeit hauptberuflich als Beamte/Beamtin auf Zeit ausführen. Der Gemeinderat erließ ohne Gegenstimme die Satzung, die diese Umstellung möglich macht. Die Satzung folgt den Vorgaben der bayerischen Gemeindeordnung. Bürger Richard Köth hatte aufgelistet, welche Aufgaben und Termine mit dem Bürgermeisteramt verknüpft sind. All dieser Aufwand, so Köth, sei neben einem anderen Beruf kaum noch zu schultern. Dazu komme, dass sich Arbeitgeber die vielen notwendigen Fehlzeiten eines Bürgermeisters kaum noch leisten könne. Köth hatte deshalb vor der Abstimmung für den Wechsel plädiert.

    Nach der Sitzung des Gemeinderates bedankte sich Lisa Krein, die bisher einzige Kandidatin für den Bürgermeistersessel, bei den Räten für diese Entscheidung. Sie habe auch in ihrem Umfeld bereits Vorkehrungen getroffen um – ihre Wahl vorausgesetzt – das neue Amt in Angriff nehmen zu können.

    Richard Köth, der scheidende Bürgermeister, wird die Kommunalwahl als Gemeindewahlleiter beobachten, seine Stellvertreterin wird mit Doris Neuhoff die derzeitig zweite Bürgermeisterin. Dieser Vorschlag der Verwaltung fand die Zustimmung aller Gemeinderäte.

    Im Bandkeramikmuseum können keine privaten Feiern stattfinden. Dies hatte der Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen. Richard Köth berichtete zu diesem Thema, dass es in Schwanfeld andere Räume gebe, die man für Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder zu anderen Gelegenheiten mieten könne.

    Schon jetzt mache der Friedhof einen "ordentlichen Eindruck" meinte Richard Köth und berichtete, dass der Bauzaun dort verschwunden und alle Gräber gut zugänglich sind. Vielleicht werden bis Allerheiligen auch die neuen Wege fertig gestellt.

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