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    Schwebheim

    Schwebheim: Entsetzen über die neue Heizung im Bürgerhaus

    Was macht die Heizung unter der Decke? Nicht nur Gemeinderat Herbert Holzmann staunte über die Anordnung und Größe der neuen Heizkörper im Bürgerhaus. Foto: Ursula Lux

    Das ging gehörig schief: Was da im Eingangsbereich des Bürgerhauses installiert wurde erinnert ein bisschen an einen Schildbürgerstreich. Die neuen Heizkörper in den alten Gasträumen erregten die Gemüter des Gemeinderats.

    Frank Böhm brachte das Thema zur Sprache und schimpfte, dass das so "gar nicht geht". Er meinte nicht nur die Heizkörper, sondern verwies auch auf Löcher in der Wand. Diese, so Bürgermeister Volker Karb, rührten daher, dass er einen ersten Heizkörper bereits habe zurückbauen lassen. Bei einer spontanen Vor-Ort-Besichtigung jedenfalls war sich der Rat einig, dass er "so etwas nicht beschlossen" habe.

    Zur Vorgeschichte: Bereits im Februar informierte Karb das Gremium, dass der Kamin im Gastraum abgedichtet werden musste. Er war so marode, dass die Fachfirma den Abriss empfahl. In der Gemeinderatssitzung im März wurde dann das Für und Wider der Heizungsmöglichkeiten in den Gasträumen des Bürgerhauses diskutiert. Grundtenor in dieser Sitzung war, den Kachelofen auf alle Fälle zu erhalten, da er die Raumatmosphäre wesentlich prägt. Im April fiel dann einstimmig die Entscheidung, der Ofen solle bleiben, allerdings nur als Schmuckstück. Seine erneute Inbetriebnahme hätte Kosten von über 20 000 Euro verursacht. Deshalb beschloss der Rat, die Gasträume mit Hilfe von Röhrenheizkörpern – analog denen im Arkadensaal – an die bestehende Zentralheizungsanlage anzuschließen. Zusätzlich wurde beschlossen, auch den Eingangsbereich mit einem Heizkörper zu versehen.

    Diese neuen Heizkörper rufen nun bei allen Gemeinderäten nur Kopfschütteln hervor. Der Heizkörper im Eingangsbereich klebt unter der Zimmerdecke, die Heizkörper in den beiden Gasträumen reichen fast vom Boden bis zur Decke und verdecken im vorderen Raum auch noch die Holzverkleidung. Frank Böhm fragte nach, wer denn hier eigentlich die Bauaufsicht geführt habe. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass Baureferent Rudi Vogel genau in der Periode, als die Heizkörper installiert wurden, schwer erkrankte und nicht vor Ort sein konnte.

    Nicht nur die überdimensionierten Heizkörper auch die Kupferrohre, mit denen diese angeschlossen wurden, stören die Räte gewaltig. So ähnlich sei das im Bibrasaal an der Kirche auch gewesen, meinte Hedi Seifert und erklärte, man habe diese dann halt weiß angemalt und sich daran gewöhnt. Die Rohre könnte man eventuell verkleiden, meinten andere Räte. Aber das ändere ja noch nichts an den Heizkörpern.

    In der nächsten Sitzung wird der Gemeinderat wohl eine Entscheidung treffen müssen, ob die Heizungsanlage zurückgebaut werden muss und wie diese dann zu ersetzen sein wird.

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