• aktualisiert:

    Schweinfurt

    Schweinfurt: Noch mehr Geld für den Sport, aber kein Sportpark

    Gute Nachrichten für Schweinfurts Sportvereine: Die Stadt wird ihren Etat für die neuen Förderrichtlinien nochmal aufstocken. Profitieren sollen davon vor allem kleine Vereine.
    Eine Kunststoffbahn wie auf unserem Symbolbild gibt es auch am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. Sie soll bald erneuert werden. Foto: Bernd Thissen/DPA

    159 000 Euro mehr im Jahr will die Stadt Schweinfurt für die Förderung ihrer Sportvereine ausgeben. Für die Jugendförderung gibt es zusätzlich 49 500 Euro, die Übungsleiterförderung macht 45 000 mehr aus, für den Unterhalt vereinseigener Sportstätten gibt es ein Plus von 40 500, für die  Seniorenförderung zusätzlich 23 500 Euro aus. Nach dem Sportausschuss des Stadtrates hat nun auch der Haupt-  und Finanzausschuss dem zugestimmt - und nicht nur das. Im Rahmen der Haushaltsberatungen für den Etat 2020 wurde die Summe noch aufgestockt: um weitere 6700 Euro.

    Den Antrag hatte Stadtrat Florian Dittert (CSU) gestellt. Sein Wunsch: Die Staffelung bei der Förderung für jugendliche Mitglieder sollte aufgehoben werden. Damit bekommen nun kleine und große Vereine das gleiche: 10 Euro pro Jugendlichem. Nach der ersten Änderung war die Förderung umso höher, je mehr Mitglieder ein Verein hat. Die Förderung gilt nach wie vor für alle Sportvereine, deren Mitgliedsbeitrag für Kinder -und Jugendliche unter 20 Euro (240 Euro pro Jahr) liegt. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des Stadtrats, der am 26. November zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt.

    SPD fordert großen Sportpark für alle am AvH

    Länger warten muss Joachim Schmidl (SPD), bis sich sein Anliegen erfüllen wird. Der SPD-Rat hatte beantragt, die bestehende Kampfbahn am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium (AvH) mit einem neuen Kunststoffbelag auszustatten und die Anlage für 200 000 Euro zu einem multifunktionalen Sport- und Bewegungspark auszubauen. Nach Ansicht Schmidls könnten dort Elemente aus dem Trendsport und Skaterbereich ihren Platz finden sowie ein Laufparcours auf der Kampfbahn.

    Damit, so begründete der SPD-Rat seinen Antrag, würde man dem Rechnung tragen, dass immer mehr Menschen alleine Sport treiben. Mindestens über die Hälfte derjenigen, die joggen, Rad fahren, Inlineskaten oder sogar Fitnesstraining absolvieren, tun dies außerhalb von Sportanlagen. Dass ein Angebot für diese Menschen im öffentlichen Raum Sinn macht, hatte nicht nur zuletzt der Sportentwicklungsplan gezeigt, den die Stadt in Auftrag gegeben hatte.

    Daran zweifelt auch Sportreferent Jürgen Montag nicht. Dennoch kam von ihm in den Haushaltsberatungen das große Aber. Dass die Anlage von vielen Menschen genutzt werde und ein Umbau in Schmidls Zielrichtung sinnvoll, sei klar. Ebenso klar wäre aber auch, dass ein Um- und Ausbau Millionen-Beträge kosten würde, "wenn man's richtig macht". Das Thema müsse man verschieben und hinten anstellen. "Ab dem Jahr 2023 können wir uns dem widmen." Auf dem Prioritätenkatalog ganz vorne stehe aktuell ein anderes Projekt: der Bau der Sporthalle in Bellevue für geschätzte 6 Millionen Euro. Am AvH werde sich dennoch etwas tun. Eine 260 000 Euro teure Erneuerung der Kunststofflaufbahn steht an. Beim aktuellen Zustand der Bahn bestehe Verletzungsgefahr, so Montag. Der Antrag Schmidls fand nur sechs Befürworter (von 15).

    Aktuell keine Chance hatte auch der Antrag von Christiane Michal-Zaiser. Die proschweinfurt-Stadträtin wollte 20 000 Euro im Haushalt 2020 für die Beleuchtung der Sportanlagen am AvH eingestellt haben. Dabei denke sie an eine einfache Beleuchtung für diejenigen, die in den Abendstunden trainieren wollen. Vier Räte stimmten für den Antrag, die Mehrheit dagegen.

    Ein Brunnen für den Sportplatz an der Niederwerrner Straße

    Einstimmig abgesegnet hat der Haupt- und Finanzausschuss den Antrag der CSU, 20 000 Euro im Haushalt für das kommende Jahr in Sachen Bewässerungsanlage für den städtischen Sportplatz an der Niederwerrner Straße einzuplanen. Wie Klaus Rehberger (CSU) erklärte, habe der Platz den Klimawandel in den letzten Jahren deutlich zu spüren bekommen. Die langen Trockenphasen hätten zu Schäden geführt, eine Bewässerung mit einfachsten Mitteln helfe da nicht. Der Platz sei einer der letzten in der Stadt ohne Bewässerungsanlage. Eine solche am Trinkwassernetz anzuschließen wäre zu teuer gewesen, so Vertreter der Verwaltung. 180 000 Euro wären im Raum gestanden. Nun gehen die Gedanken in Richtung eines eigenen Brunnens. 35 000 Euro will die Stadt dafür ausgeben.

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!